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Klapperschlangen

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KlapperschlangeKlapperschlange

Klapperschlangen, giftige amerikanische Schlangen aus der Familie der Grubenottern, die durch eine verhornte Klapper oder Rassel am Schwanzende gekennzeichnet sind. Sie erzeugen beim Vibrieren raschelnde Warnlaute. Die Rassel besteht aus abgestoßenen Hautresten vorangegangener Häutungen. Bei jeder Häutung, die bis zu viermal im Jahr stattfindet, vergrößert sich die Rassel. Ältere Teile der Rassel brechen oft ab, so dass die Zahl der Glieder nicht zur Altersbestimmung von Klapperschlangen herangezogen werden kann.

Wie alle Grubenottern besitzen auch Klapperschlangen Grubenorgane, der Thermorezeption dienende Sinnesorgane an den Seiten des Kopfes, mit deren Hilfe sie ihre warmblütigen Beutetiere aufspüren können. Zwei Giftdrüsen münden in allseitig geschlossene Giftkanäle der Giftzähne, die bei Nichtgebrauch gegen das Munddach zurückgeklappt sind. Das Gift enthält verschiedene Toxine. Neurotoxine sind Nervengifte und unterdrücken die Herz- und Lungenfunktion. Haemotoxine wirken schädigend auf die Blutgefäße und andere Gewebe. Klapperschlangen ernähren sich vorwiegend von kleinen Säugetieren und Reptilien. Wie die meisten Grubenottern sind sie lebendgebärend.

Klapperschlangen unterscheiden sich von den Zwergklapperschlangen, einer anderen Gattung der Grubenottern, durch kleine Kopfschilder und den deutlich abgesetzten Kopf. Bei Zwergklapperschlangen, zu denen die Massasauga und die Eigentliche Zwergklapperschlange gehören, ist die Kopfoberseite von großen Platten bedeckt. Im Gegensatz dazu finden sich auf dem Kopf Echter Klapperschlangen überwiegend kleine Schuppen. Zwergklapperschlangen werden selten länger als einen Meter. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Südkanada bis nach Zentralmexiko. Das Verbreitungsgebiet der Echten Klapperschlangen erstreckt sich von Südkanada bis nach Argentinien. Die eineinhalb Meter lange Waldklapperschlange lebt von New Hampshire bis Texas und ist durch dunkle, abgewinkelte Bänder auf dem Rücken gekennzeichnet. Der Bestand hat aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes und uneingeschränkter Bejagung stark abgenommen. Die Diamantklapperschlange ist mit einer Länge von maximal 2,5 Metern die größte Klapperschlange. Sie ist im Südosten der Vereinigten Staaten beheimatet und gehört neben der Texasklapperschlange aus dem Südwesten der USA und Nordmexiko zu den gefährlichsten Giftschlangen. Weitere Arten sind die weit verbreitete Prärieklapperschlange aus dem Westen der Vereinigten Staaten sowie die Gehörnte Klapperschlange aus den Wüsten im Südwesten, die leicht an ihren hornartigen Schuppen über den Augen zu erkennen ist. Die Tropische Klapperschlange oder Cascaval, die von Mexiko bis nach Argentinien verbreitet ist, weist das ausgedehnteste Verbreitungsgebiet aller Klapperschlangenarten auf. Siehe Vipern.

Systematische Einordnung: Klapperschlangen bilden die Gattung Crotalus der Familie Crotalidae. Die Waldklapperschlange trägt den wissenschaftlichen Namen Crotalus horridus, die Diamantklapperschlange Crotalus adamanteus, die Texasklapperschlange Crotalus atrox und die Prärieklapperschlange Crotalus viridis. Die Gehörnte Klapperschlange heißt Crotalus cerastes und die Tropische Klapperschlange oder Cascaval Crotalus durissus. Zwergklapperschlangen bilden die Gattung Sistrurus. Die Massasauga heißt wissenschaftlich Sistrurus catenatus und die Eigentliche Zwergklapperschlange Sistrurus miliarius.

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