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  • Lima – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt die peruanische Stadt Lima; zu anderen gleichnamigen Bedeutungen siehe Lima (Begriffsklärung).

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Lima

Enzyklopädieartikel
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Kathedrale von LimaKathedrale von Lima
Artikelgliederung
1

Einleitung

Lima, Hauptstadt von Peru sowie des Bezirks Lima. Die Stadt liegt am Río Rímac zwischen dem Pazifischen Ozean und den Anden in der trockenen Küstenregion Perus.

2

Wirtschaft

Die größte Stadt des Landes ist Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kulturzentrum sowie wichtigster Verkehrsknotenpunkt Perus (internationaler Flughafen und Anbindung an den Pan-American Highway). Von großer Bedeutung für die Wirtschaft sind Leder-, Textil- und Bekleidungsindustrie. Außerdem werden Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse sowie Fisch- und Erdölprodukte hergestellt.

3

Stadtbild und Kultur

Die im Schachbrettmuster angelegte Stadt beeindruckt durch prächtige Bauten aus der Kolonialzeit. Zu den Sehenswürdigkeiten in Lima gehören die große Plaza de Armas, die nahe gelegene Kathedrale (1535-1625, nach 1746 teilweise restauriert) mit einem Glassarg, in dem angeblich der Gründer von Lima, Francisco Pizarro, liegen soll, der Palacio Torre Tagle (1735), der Präsidentenpalast (1938) und einige Sakralbauten des 16. und 17. Jahrhunderts wie Santo Domingo, La Merced und San Pedro, die das schwere Erdbeben von 1746 überstanden. Das Kloster San Francisco umfasst drei Kirchen (San Francisco, La Soledad und El Milagro) und bildet eine der größten Klosteranlagen Südamerikas. Das im neokolonialen Stil errichtete erzbischöfliche Palais ist mit Holzbalkonen und Arkaden geschmückt. Die Acho-Stierkampfarena (1764 erbaut, 1945 restauriert), liegt nördlich des Río Rímac. Die Altstadt von Lima mit dem Kloster San Francisco wurde von der UNESCO 1991 zum Weltkulturerbe erklärt.

Von den 13 Hochschulen sind die Universität San Marcos (1551 von Dominikanern gegründet und damit die älteste Südamerikas), die Universität für Ingenieurwesen (1896) und die agrarwissenschaftliche Universität (1902) die bekanntesten. Ebenfalls von Bedeutung sind die Museen für Kunst, Geschichte, Archäologie und Philatelie.

Callao, Perus wichtigster Hafen, liegt etwa 13 Kilometer westlich der Stadt, ist aber mit Lima zu einem Ballungsraum zusammengewachsen. Wichtige Vororte sind San Isidro, Monterrico, Jesús María, Surquillo, Miraflores und Barranca. In der Innenstadt und am Stadtrand sind durch starke Zuwanderung aus ländlichen Gegenden Slums (auch pueblos jóvenes, „junge Städte” genannt) entstanden.

4

Geschichte

Die Stadt wurde 1535 von spanischen Eroberern gegründet und erhielt zunächst den Namen Ciudad de los Reyes (Stadt der Könige). Lima löste Cuzco 1826 als Hauptstadt des von den Spaniern kolonisierten Peru ab und entwickelte sich zu einer der reichsten und schönsten Städte des spanischen Kolonialreichs. Während des südamerikanischen Unabhängigkeitskampfes war Lima das Zentrum der spanischen Kolonialmacht. Die Stadt wurde von 1881 bis 1883 während des Salpeterkrieges von chilenischen Streitkräften besetzt und geplündert. Schwere Schäden erlitt Lima durch die Erdbeben von 1687 und 1746. Der Abbau von Guano auf den der Küste vorgelagerten Inseln gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte der Stadt Reichtum und Wohlstand. Am Stadtrand von Lima wurde in den vergangenen Jahren bei Ausgrabungsarbeiten ein Inka-Friedhof aus dem 15./16. Jahrhundert freigelegt. Neben mehr als 2 000 Mumien wurden dabei umfangreiche Grabbeigaben entdeckt.

Die Einwohnerzahl in der Agglomeration beträgt etwa 8,15 Millionen.

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