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Windows Live® Suchergebnisse EmbryoEnzyklopädieartikel
Embryo, in ihrer ersten Wachstumsphase nach der Befruchtung hinsichtlich ihrer Ernährung und sonstigen Versorgung vollständig vom Mutterorganismus abhängige Lebewesen. Embryonen kommen sowohl im Tierreich als auch im Pflanzenreich vor. In beiden Fällen werden so Lebewesen bezeichnet, die in mütterlichen Geschlechtsorganen entstehen. Dies gilt auch für die in Eiern heranwachsenden Embryonen, die von Reservestoffen im Dotter und einer schützenden Hülle profitieren. Die Embryonen vieler, später sehr unterschiedlicher Tiere ähneln sich in der Anfangsphase bemerkenswert stark; lediglich die Furchung der Eizelle zeigt schon früh deutliche Unterschiede. In der weiteren Entwicklung entstehen je nach Tierstamm zwei oder drei Keimblätter (siehe Embryologie) und später die verschiedenen Gewebe und Organe. Bei manchen Tiergruppen, z. B. Süßwasserkrebsen oder Fledertieren, kann die ontogenetische Entwicklung während des Embryonalstadiums für eine gewisse Zeit stillstehen. In der Evolution der Tiere zeigt sich vielfach ein Übergang von Eier legenden (oviparen) über ovovivipare bis zu lebend gebärenden (viviparen) Formen. Letztere haben den Schutz und die Versorgungssicherung des Embryos optimiert, müssen damit allerdings eine oft drastische Einschränkung der möglichen Zahl von Nachkommen in Kauf nehmen. Bei niederen Tieren (den meisten Wirbellosen), aber auch bei Fischen und Amphibien ist der Embryo normalerweise von dotterreichen Zellen oder einer Nährlösung im Ei umgeben, das relativ bald nach der Befruchtung freigesetzt wird; der schlüpfende Embryo wird in diesen Fällen zunächst zur Larve. Die Embryonen der Reptilien und Vögel haben eine Schale, die bei der Eiablage meist hart und weitgehend undurchlässig ist. Innerhalb dieser Schale findet sich neben Albuminen, die der Ernährung dienen, eine zusätzliche Trennhaut, das Chorion, und ein embryonales Ausscheidungs- und Atemorgan, die Allantois. Bei Säugern wird der Begriff Embryo meist erst nach der Einnistung des kugeligen Zellhaufens in die Plazenta der Gebärmutterwand verwendet; vorher spricht man von einer Blastozyste (Sonderform einer Blastula). In jenem Stadium liegen totipotente (undifferenzierte) Stammzellen vor, die sich noch zu vielen verschiedenen Zelltypen des späteren Organismus entwickeln können. Nach Abschluss der Entwicklung aller Organanlagen wird der Embryo der Wirbeltiere als Fetus bezeichnet. Bei Pflanzen bilden Moose und Gefäßpflanzen (Farne und Samenpflanzen) Embryonen, nicht jedoch Algen. Auch bei Pflanzen ist der Ablauf der Embryonalentwicklung ein maßgebliches Kennzeichen für den Fortschritt während der Evolution. Der Embryo der Moose wächst relativ schlecht geschützt vor schädlichen äußeren Einflüssen auf dem Gametophyten der vorherigen Generation (siehe Generationswechsel), von dessen Stoffwechsel er dauerhaft abhängig bleibt. Der Embryo der Bedecktsamer dagegen entwickelt sich großenteils innerhalb der Samenschale und wird in der Regel durch ein eigenes Nährgewebe versorgt, das Endosperm.
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