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    Juan Gris (* 23. März 1887 in Madrid; † 11. Mai 1927 in Boulogne-sur-Seine, Frankreich; eigentlich José Victoriano Carmelo Carlos González-Pérez) war ein spanischer Maler des ...

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Juan Gris

Enzyklopädieartikel

Juan Gris (1887-1927), eigentlich José Victoriano González Pérez, spanischer Maler und Graphiker.

Gris wurde am 23. März 1887 in Madrid geboren und erhielt dort an der Escuela de Artes y Manufacturas seine Ausbildung als Maler und Ingenieur. 1906 übersiedelte er nach Paris, wo er mit Pablo Picasso und Georges Braque in Verbindung trat. Um 1912 entstanden erste kubistische Gemälde streng symmetrischen Zuschnitts. Danach begann Gris diese Prinzipien mit der Technik der Collage zu verbinden und wurde damit zum Begründer des synthetischen Kubismus. Sein Stil wurde in der Folge zunehmend abstrakter und formstrenger und gewann erst Mitte der zwanziger Jahre eine arabesk-spielerische Note. 1919 hatte er seine erste Einzelausstellung in Paris. Neben seiner Tätigkeit als Maler entwarf Gris 1922 bis 1924 Bühnenbilder für drei Ballettaufführungen der Ballets russes von Serge Diaghilew, Les tentations de la bergère (Die Verlockungen der Schäferin) und La colombe (Die Taube). Nach 1925 entstanden hauptsächlich Gouachen und Aquarelle sowie verschiedene Buchillustrationen, u. a. für Tristan Tzaras Mouchoir de nuages (1924). Gris starb am 11. Mai 1927 in Paris.

Typisch für Gris’ Collage-Technik ist Stilleben mit Gläsern und Zeitung (1914, Smith College Museum of Art, Northampton, Massachusetts). Die meisten seiner kubistischen Bilder sind Still-Leben, wie Stilleben mit Mandoline und Flasche (1917, Philadelphia Museum of Art), Das Schachbrett (1917, Museum of Modern Art, New York), Stilleben mit Fruchtschale und Mandoline (1919, Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York) und Das Frühstück (1915, Musée National d’Art Moderne, Paris).

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