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  • Faultiere, Faszination Regenwald

    Faszination Regenwald - eine Initiative von Dr. Tom Deutschle ... Bilder. Auf dieser Seite finden Sie folgende Bilder von Faultieren:

  • Faultiere – Wikipedia

    Die Faultiere (Folivora) bilden eine urtümliche Unterordnung der zahnarmen Säugetiere (Pilosa) und sind mit Ameisenbären und Gürteltieren verwandt.

  • Dreifinger-Faultiere – Wikipedia

    Die Dreifinger-Faultiere (Bradypodidae) sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Zahnarmen (Pilosa). Zusammen mit den Zweifinger-Faultieren (Megalonychidae) bilden sie die ...

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Faultiere

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Zweifinger-FaultierZweifinger-Faultier

Faultiere, Unterordnung der Nebengelenktiere; baumbewohnende Säugetiere mit langsamer Fortbewegung, die in tropischen Wäldern Süd- und Zentralamerikas leben.

Man unterscheidet zwei Gattungen heute lebender Faultiere: Dreifinger-Faultiere (oder Dreizehen-Faultiere), zu denen das Ai zählt, und Zweifinger-Faultiere (oder Zweizehen-Faultiere) mit dem Hoffmann-Zweifinger-Faultier und dem Unau. Zweifinger-Faultiere besitzen an den Vordergliedmaßen jeweils zwei Zehen und an den Hintergliedmaßen drei, Dreifinger-Faultiere an allen Gliedmaßen drei Zehen. Die heutigen Faultiere haben Kopfrumpflängen von 50 bis 70 Zentimetern, einen flachen, kurzen Kopf, große Augen und zurückgebildete Ohren. Dreifinger-Faultiere besitzen einen kurzen Schwanz, bei Zweifinger-Faultieren ist dieser nicht oder nur rudimentär vorhanden.

Faultiere verbringen einen Großteil ihres Lebens an den Ästen von Bäumen hängend, wobei die Gliedmaßen und das Gesicht nach oben und der Rücken nach unten zeigen. Als Anpassung an diese Körperhaltung ist das graubraune, kurzhaarige Fell am Bauch gescheitelt, so dass Regen leichter abfließen kann. Die langen Gliedmaßen enden in großen, gekrümmten Klauen, mit denen das Tier wie mit einem Haken um die Äste greifen und sich festhalten kann. Insbesondere bei Dreifinger-Faultieren sind die vorderen Gliedmaßen länger, besser entwickelt und auch beweglicher als die hinteren Gliedmaßen. Die Tiere bewegen sich fort, indem sie jeweils nur mit einer Extremität sehr langsam und bedächtig vorgreifen. Nur etwa einmal pro Woche steigen Faultiere auf den Boden hinunter, um Kot abzusetzen und zu urinieren. Wenn man sie auf den Boden setzt, legen sie sich auf den Rücken oder kriechen unter großen Schwierigkeiten weiter. Faultiere können jedoch recht gut schwimmen.

Tagsüber schlafen Faultiere eingerollt mit dicht angezogenen Beinen und haben den Kopf zwischen die vorderen Gliedmaßen gelegt. In dieser Haltung ähnelt das Tier einem Aststumpf und ist recht gut vor seinen natürlichen Feinden wie dem Jaguar getarnt. Auch die langsamen Bewegungen sind möglicherweise entstanden, weil Faultiere so leichter der Aufmerksamkeit von Räubern entgehen. Einen zusätzlichen Schutz bieten Cyanobakterien, die sich bei einigen Arten im Haarkleid ansiedeln und diesem einen grünen Farbton verleihen, so dass die Tiere von dem umgebenden Blattwerk und Moos kaum zu unterscheiden sind.

Gewöhnlich gibt ein Faultier keine Laute von sich, doch gelegentlich ist ein leiser, wehmütig klingender Ruf zu hören. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, Knospen, Blüten und Früchten, die mit langsamen Bewegungen zum Maul gezogen werden. Pro Jahr bringen Weibchen ein einziges Junges zur Welt, das sich an die Mutter klammert, bis es sich selbst versorgen kann. Faultiere können je nach Art zwölf bis über 30 Jahre alt werden.

Manche bodenbewohnende Riesenfaultiere der Familie Megatheriidae, die bis ins Holozän in Südamerika lebten, erreichten die Größe von Elefanten. Gegen Ende des Pleistozäns und zu Beginn des Holozäns starben alle bodenbewohnenden Faultiere aus; sie repräsentierten 90 Prozent aller Faultiergattungen. Manche der ausgestorbenen Arten überlebten bis vor rund 4 400 Jahren auf den Westindischen Inseln, auf dem amerikanischen Festland jedoch nur bis vor etwa 10 500 Jahren. Dieser zeitliche Unterschied lässt sich nicht durch Klimaänderungen erklären, sondern da der Mensch die Westindischen Inseln im Vergleich zum amerikanischen Festland relativ spät erreichte, ist anzunehmen, dass die bodenlebende Faultierfauna durch menschliche Jäger ausgerottet wurde (Proceedings of the National Academy of Sciences, 2005).

Systematische Einordnung: Faultiere werden als Unterordnung Pilosa mit der einzigen heute lebenden Familie Bradypodidae in die Ordnung Xenarthra gestellt. Dreifinger-Faultiere bilden die Gattung Bradypus. Das Ai ist als Bradypus tridactylus klassifiziert. Zweifinger-Faultiere bilden die Gattung Choloepus. Das Hoffmann-Zweifinger-Faultier heißt Choloepus hoffmanni und der Unau Choloepus didactylus.

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