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Windows Live® Suchergebnisse Bob HopeEnzyklopädieartikel
Bob Hope, eigentlich Leslie Townes Hope, (1903-2003), amerikanischer Komiker und Schauspieler englischer Abstammung. In den vierziger Jahren zählte er zu den populärsten Komödianten des Hollywood-Kinos. Hope wurde am 29. Mai 1903 in Eltham (England) geboren und emigrierte mit seinen Eltern 1907 in die USA. Er wuchs in Cleveland (Ohio) auf, wo er im Alter von zehn Jahren einen Wettbewerb als Charlie-Chaplin-Imitator gewann und die Fairmond High School besuchte. Nachdem er zunächst seinen Lebensunterhalt als Zeitungsjunge, Barmixer und kurzzeitig auch als Boxer verdient hatte, sammelte er beim Vaudeville und bei Fatty Arbuckles Tourneetheater erste Erfahrungen als Komiker. Hope gab 1927 in The Sidewalks of New York sein Debüt am Broadway, wo er 1933 auch in dem Musical Roberta erfolgreich war. Zwischen 1928 und 1932 arbeitete er als Alleinunterhalter in Nachtclubs und kleineren Theatern und erhielt Ende 1932 die Hauptrolle in der musikalischen Komödie Ballyhoo am Broadway. Hope war erstmals 1935 im Radio zu hören, von 1939 bis 1948 hatte er eine eigene Sendung mit dem Titel The Bob Hope Pepsodent Show bei einer der großen Sendeanstalten. 1938 folgte unter der Regie von Mitchell Leisen sein Debüt auf der Filmleinwand, The Big Broadcast of 1938, der erste von circa 60 Spielfilmen. Finanziell sehr erfolgreich wurde The Cat and the Canary (1939; Die Katze und der Kanarienvogel), ebenso wie die Reihe der Road-Filme, Road to Singapore (1940; Der Weg nach Singapur), Road to Zanzibar (1941; Der Weg nach Sansibar), Road to Utopia (1945; Der Weg nach Utopia), Road to Rio (1947; Der Weg nach Rio) und Road to Bali (1955, Der Weg nach Bali), in denen er neben Bing Crosby und Dorothy Lamour auftrat. Die größte Popularität erreichte Hope in den vierziger Jahren; Höhepunkt dieser Phase seiner Karriere war die Westernparodie The Paleface (1948; Sein Engel mit den zwei Pistolen), in der Jane Russell als seine Partnerin agierte. Hope überzeugte durch einen trockenen Humor voller versteckter Anspielungen. Als Personifikation des Durchschnittsamerikaners verkörperte er in der Regel gutmütige, witzige Charaktere, die bei dem Versuch scheitern, die Rolle des jugendlichen Liebhabers zu übernehmen. Ab Mitte der fünfziger Jahren erreichten seine Filmarbeiten nicht mehr die Qualität früherer Jahre, und Hope wandte sich als Showmaster dem Fernsehen zu. Bekanntere Spielfilme aus der späteren Periode seiner Laufbahn sind u. a. The Facts of Life (1960; So eine Affäre) und Cancel My Reservation (1972). Der konservative Vertreter des amerikanischen Showbusiness zeigte patriotischen Einsatz als Alleinunterhalter bei der US-Army während des 2. Weltkrieges, des Koreakrieges, des Vietnamkrieges und des Golfkrieges. Für diese und andere Aktivitäten wurde Bob Hope fünfmal mit einem Spezial-Oscar ausgezeichnet (1940, 1944, 1952, 1959 und 1965). Er verfasste auch eine ganze Reihe humorvoller Bücher über seine Laufbahn und seine Reisen: They Got Me Covered (1941), I Never Left Home (1944), So This Is Peace (1946), Have Tux, Will Travel (1954), I Owe Russia $1200 (1963), Five Women I Love: Bob Hope’s Vietnam Story (1966), The Last Christmas Show (1974), The Road to Hollywood: My 40 Year Love Affair with the Movies (1977), Confessions of a Hooker: My Lifelong Love Affair with Golf (1985) und Don’t Shoot, It’s Only Me (1990). Hope starb wenige Wochen nach seinem 100. Geburtstag am 27. Juli 2003 in Toluca Lake (Kalifornien).
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