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Windows Live® Suchergebnisse AlauneEnzyklopädieartikel
Alaune, Gruppe von chemischen Verbindungen, die sich aus Wasser und zwei verschiedenartigen Salzen zusammensetzt. Eines der beiden Salze ist gewöhnlich Aluminiumsulfat (Al2(SO4)3), das zu einem bestimmten Verhältnis in die Verbindung eingeht. Kaliumalaun, das häufig auch einfach als Alaun bezeichnet wird, besitzt die chemische Formel K2SO4·Al2(SO4)3·24 H2O. Kaliumalaun ist der wichtigste Vertreter der Alaune. Es bildet farblose Kristalle: Löst man Kalium- und Aluminiumsulfat gemeinsam in Wasser auf und kühlt die Lösung, so kristallisieren aus der Lösung oktaedrische oder kubische Kristalle aus. Die Lösungen selbst reagieren sauer. Erstaunlich ist, dass man die siebenfache Menge an Kaliumalaun in einer Menge Wasser bei Raumtemperatur auflösen kann. In heißem Wasser ist die Löslichkeit noch höher. Erhitzt man kristallines Kaliumalaun, so wird ein Teil des Hydratwassers chemisch abgetrennt, und das teilweise dehydratisierte Salz löst sich darin auf. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Alaun bei circa 90 °C schmilzt. Erhitzt man Kaliumalaun bis circa 200 °C, so wird es vollständig dehydratisiert. Es verliert außerdem etwas Schwefeltrioxid und wandelt sich in ein basisches Salz um, das als gebranntes Alaun bezeichnet wird. Die Dichte von Kaliumalaun beträgt 1,725 Gramm pro Kubikzentimeter. Andere Alaune, die ebenfalls Aluminiumsulfat enthalten, sind Natrium-, Ammonium- und Silberalaun. Alaune werden bei schwer entflammbaren Textilien, als Beize bei empfindlichen Färbeprozessen, in Backpulvern und Arzneien eingesetzt. Kaliumalaun ist außerdem ein starkes Adstringens.
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