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KryptographieEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Geheime Codes haben ihren Ursprung in der Antike. Jüdische religiöse Schreiber der Antike verbargen manchmal die Bedeutung des Geschriebenen, indem sie das Alphabet umkehrten, d. h. den letzten Buchstaben des Alphabets anstelle des ersten, den vorletzten anstelle des zweiten usw. benutzten. Dieses System, genannt Atbasch, ist auch in der Bibel durch ein Beispiel belegt, und zwar im Jeremia 25, 26. Dort ist „Sheshech” für „Babel” (Babylon) geschrieben worden. Es wurden also der zweite und der zwölfte Buchstabe des hebräischen Alphabets von hinten anstelle des zweiten und zwölften von vorn benutzt. Spartanische Ephoren kommunizierten mit ihren Feldgenerälen, indem sie Mitteilungen quer über die nebeneinanderliegenden Ränder eines Streifens Pergament schrieben, der spiralförmig um einen Stab, genannt Szytale, gewickelt wurde. War der Streifen erst einmal abgewickelt, konnte die Mitteilung nur gelesen werden, wenn der Streifen um genau so einen Stab gewickelt wurde. Julius Caesar verwendete ein System, bei dem jeder Buchstabe durch den Buchstaben ersetzt wurde, der drei Stellen nach ihm folgte: A wurde zu D, B wurde E etc. Beim Buchstaben X fing das Ganze wieder von vorne an, d. h., X wurde zu A. Auch das Unsichtbarmachen von Schrift durch bestimmte chemische Reaktionen war in der Antike bekannt.
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