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SüdkoreaEnzyklopädieartikel
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Etwa 47 Prozent sind Anhänger verschiedener Richtungen des Buddhismus, circa 49 Prozent der Koreaner bekennen sich zum Christentum, die meisten von ihnen sind Protestanten, 3 Prozent gehören dem Konfuzianismus an. Von Bedeutung ist außerdem die koreanische Vereinigungskirche, die allerdings nicht allzu verbreitet ist. Weitere Glaubensrichtungen sind Wonbulgyo, Daoismus und Schamanismus.
Das Neujahrsfest dauert vom 1. bis zum 2. Januar. Die Familien kommen zusammen, um Geschenke auszutauschen, die Toten zu ehren und große Festessen zu veranstalten. Ein anderes wichtiges Familienfest ist Ch’usok, das koreanische Dankesfest, an dem die Familienmitglieder das Grab ihrer Vorfahren besuchen und Speisen zu Ehren der Toten darbringen. Weitere Feiertage sind der Tag der Unabhängigkeitsbewegung (1. März), der Tag der Kinder (5. Mai), der Geburtstag Buddhas (im Mai, das Datum wird nach dem Mondkalender bestimmt), der Heldengedenktag (6. Juni), der Tag der Verfassung (17. Juli), der Tag der Befreiung (15. August), der Tag der Staatsgründung (3. Oktober) und Weihnachten (25. Dezember).
Etwa 0,8 Prozent des Staatshaushaltes werden für das Gesundheits- und Sozialwesen ausgegeben. Seit 1989 besteht für alle Koreaner ein gut ausgebautes Krankenversicherungssystem. Die medizinische Versorgung ist gut. Auf einen Arzt kommen 554 Einwohner. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt 5,9 Sterbefälle pro 1 000 Lebendgeburten. Ein nicht sehr umfangreiches Sozialversicherungssystem wird staatlich unterstützt. Ein Programm mit einer beschränkten Zahl an Berechtigten zahlt Alters- und Berufsunfähigkeitsrenten. Eine Arbeitslosenversicherung gibt es nicht. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent.
Die 9-jährige Schulpflicht gilt für 6- bis 14-Jährige. Der Besuch der Grundschule ist kostenfrei, die weitere Schulbildung besteht aus drei Jahren Mittelschule und drei Jahren einer weiterführenden Schule. Privatschulen spielen, besonders als weiterführende Schulen, eine bedeutende Rolle. Im ganzen Land gibt es fast 500 Fach- und Hochschulen mit 3,21 Millionen Studenten (2002–2003). Die bedeutendsten Universitäten sind die Universität Korea (gegründet 1905), die Nationaluniversität Seoul (1946), die Ewha-Frauen-Universität (1886) und die Yonsei-Universität (1885), alle in Seoul; die Chosun-Universität (1946) in Kwangju und die Nationaluniversität Pusan (1946). 98,4 Prozent (2005) der erwachsenen Bevölkerung sind des Lesens und Schreibens kundig.
Die koreanische Kunst und Architektur sowie andere Bereiche zeigen sowohl chinesische Einflüsse, wie z. B. des Konfuzianismus, als auch buddhistische Elemente, insbesondere des Zen-Buddhismus. Die Regierung unternimmt große Anstrengungen, um die traditionellen Künste zu stärken und zu stützen. In Seoul gibt es eine Reihe von Museen, darunter das Nationalmuseum (1908) mit einer reichen Sammlung koreanischer Kultur und Folklore; alle größeren Städte Koreas besitzen Museen zur Landeskultur. Der erste koreanische Film wurde 1919 gedreht, später entfaltete sich eine vielgestaltige Kinokultur.
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