Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 2 von 6
LuxemburgEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Luxemburg hat etwa 486 000 Einwohner (2008) und eine Bevölkerungsdichte von 188 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die mittlere Lebenserwartung liegt bei 75,9 Jahren für Männer und 82,7 Jahren für Frauen (2008). Das Bevölkerungswachstum in Luxemburg zählt mit 1,2 Prozent jährlich zu den niedrigsten in Europa. Daraus ergab sich ein Arbeitskräftemangel, der durch den Zuzug von Ausländern ausgeglichen werden konnte; heute stammt fast ein Drittel der Wohnbevölkerung aus dem Ausland, überwiegend aus den südeuropäischen Staaten Italien, Spanien und Portugal. Daneben gibt es viele Pendler aus Deutschland, Belgien und Frankreich; der Anteil der ausländischen Arbeitskräfte liegt bei etwa 50 Prozent. Die geographische Lage inmitten Europas führte dazu, dass Luxemburg von zahlreichen historischen Ereignissen betroffen wurde. Die Luxemburger haben keltische, belgische, romanische und fränkische Wurzeln. Aus diesem reichen kulturellen Erbe haben sie ein ganz besonderes Nationalbewusstsein entwickelt.
Der Urbanisierungsgrad ist in Luxemburg sehr hoch; etwa 92 Prozent der Bewohner des Landes leben in Städten (2003). Größte Stadt und Hauptstadt ist Luxemburg (auch Lëtzebuerg oder Lützelburg) mit etwa 83 800 Einwohnern; andere wichtige Städte, alle in der Hüttengegend im Südwesten gelegen, sind Esch an der Alzette (27 900), Differdange (18 900), Dudelange (17 500) und Sanem (13 700).
Die Amtssprachen sind Französisch, Deutsch und Luxemburgisch (auch Lëtzebuergisch), ein moselfränkischer Dialekt des Deutschen, der stark vom Französischen beeinflusst ist und der gemäß einem Parlamentsbeschluss 1984 zur Nationalsprache erklärt wurde. Die meisten Luxemburger sind zweisprachig. Französisch ist Gesetzessprache und wird auch an den Gerichten verwendet. In der Hauptstadt erscheinen zwei von fünf Tageszeitungen sowohl in Deutsch als auch in Französisch. Beide Sprachen dienen als Unterrichtssprachen, wobei in höheren Jahrgangsstufen zunehmend das Französische verwendet wird. Trotz der geographischen Lage zwischen den beiden großen Nachbarstaaten behaupten die Luxemburger ihre sprachliche und kulturelle Eigenheit. Etwa 95 Prozent der Einwohner Luxemburgs sind römisch-katholisch; die übrige Bevölkerung ist protestantischen oder jüdischen Glaubens.
Neben einigen gesetzlichen Feiertagen gibt es in Luxemburg auch mehrere kirchliche Feiertage. Zu den gesetzlichen Feiertagen gehören: Neujahr, der Tag der Arbeit (1. Mai), der Geburtstag des Großherzogs (23. Juni) und der Jahrmarktstag (Anfang September), wenn in der Stadt Luxemburg auf einem alten Schäfermarkt ein großer Jahrmarkt abgehalten wird. Zu den kirchlichen Feiertagen gehören: der Faschingsdienstag im Februar, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Mariä Himmelfahrt (15. August), Allerheiligen (1. November), Allerseelen (2. November) und Weihnachten (24.-26. Dezember). Weihnachten und Ostern stellen die bedeutendsten kirchlichen Feiertage dar. Zu Ostern veranstalten Kinder das traditionelle Klibbere Goen, bei dem sie mit Rasseln den Gottesdienst ankündigen. Der 1. Weihnachtstag steht im Zeichen der Familie. In vielen Städten feiert man im Frühling Carnaval. Außerdem finden das gesamte Jahr über viele Weinfeste, Kunstfestivals und Volksfeste zum Gedenken an historische Ereignisse statt.
Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist sehr gut. Aufgrund der allgemeinen Krankenversicherungspflicht sind die Kosten, die den Patienten direkt entstehen, gering. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent (2004). Im Durchschnitt kommen 393 Einwohner auf einen Arzt. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt 0,9 Prozent (1995).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |