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LuxemburgEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Das luxemburgische Rechtssystem wurzelt im Code Napoléon und steht unter dem Einfluss der französischen und der belgischen Jurisdiktion. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof, eine Hierarchieebene tiefer befinden sich die beiden Distriktsgerichte in Diekirch und Luxemburg.
Die wichtigsten Parteien sind die Christlich-Soziale Volkspartei (CSV; Parti Chrétien Social, PCS), die Demokratische Partei (DP; Parti Démocratique, PD), die Luxemburgische Sozialistische Arbeiterpartei (LSAP; Parti Ouvrier Socialiste Luxembourgeois, POSL), die Grün-Alternativen und die Kommunistische Partei (KP).
Luxemburg ist in zwölf Kantone aufgeteilt, die jeweils aus mehreren von Bürgermeistern geführten Gemeinden bestehen. Es gibt 118 Gemeinden mit autonomer Verwaltung.
Luxemburg ist Mitglied des Nordatlantikpaktes (NATO) und unterhält eine kleine, vorwiegend mit leichten Waffen ausgestattete Freiwilligenarmee mit einer Stärke von 900 Mann (2004), von denen 180 der NATO-Aufklärungskompagnie angehören. Die Wehrpflicht wurde 1967 abgeschafft. Der Verteidigungshaushalt macht etwa 3 Prozent der Staatsausgaben aus.
Luxemburg ist ein bedeutendes Finanzzentrum und hat nach der Schweiz das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen Europas. Als Sitz mehrerer Behörden der Europäischen Union ist das Land auch ein bedeutendes internationales Verwaltungszentrum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 41 469 Millionen US-Dollar 2006; daraus errechnet sich ein BIP pro Einwohner von 89 778,80 US-Dollar und eine Wachstumsrate von 6,20 Prozent. Luxemburg hat keine Staatsverschuldung. Die Inflationsrate erreicht einen Wert von 5,90 Prozent (2006). 1,2 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 20,9 Prozent in der Industrie und 77,9 Prozent im Dienstleistungssektor (2005).
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