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LuxemburgEnzyklopädieartikel
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Am bedeutendsten sind der Anbau von Futterpflanzen und Viehzucht. Wichtige Anbauprodukte sind Weizen, Gerste, Hafer und Kartoffeln. Im Tal der Mosel an der Südostgrenze zu Deutschland spielt Weinbau eine wichtige Rolle. Etwa die Hälfte der Gesamtfläche des Landes wird landwirtschaftlich genutzt.
Den Grundstein zu Luxemburgs Wohlstand legte die Eisen- und Stahlindustrie, die sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte und auf die reichen Erzvorkommen im Südwesten stützte. Noch heute ist sie bedeutsam und macht etwa 30 Prozent der Industrieproduktion aus; sie ist aber nicht mehr der beherrschende Wirtschaftszweig. Seit in den siebziger Jahren die Stahlpreise auf dem Weltmarkt verfielen und die inländischen Erzvorkommen erschöpft waren, haben andere Branchen das Wirtschaftswachstum in Luxemburg getragen; zu nennen sind Textil-, Kunststoff-, Nahrungsmittel- und chemische Industrie sowie vor allem der Bank- und Finanzsektor.
Schon 1921 schloss sich Luxemburg mit Belgien zu einer Wirtschaftsunion zusammen. Bis 1990 galt für die beiden Länder ein gegenseitiger Wechselkurs, und der Belgische Franc war lange Zeit neben dem Luxemburger Franc (= 100 Centimes), gültiges Zahlungsmittel in Luxemburg. Seit dem 1. Januar 2002 ist der Euro zu 100 Cents Währungseinheit. 1948 hatte Luxemburg gemeinsam mit Belgien und den Niederlanden eine Zollunion gegründet, die nach einem Vertrag von 1958 zu einer Wirtschaftsunion erweitert wurde. 1960 trat der Staatsvertrag über die Gründung der Union Économique Benelux (der Benelux-Vertrag) in Kraft. Er garantierte den freien Austausch von Waren, Arbeitskräften, Kapital und Dienstleistungen zwischen den drei Staaten. Luxemburg gehört zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und unterstützte in den achtziger Jahren maßgeblich das Zustandekommen des Vertrags über die Gründung der Europäischen Union (Maastrichter Vertrag) für eine engere Integration der europäischen Staaten. Luxemburg war der erste Staat, der die damals aufgestellten wirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Kriterien für eine Teilnahme an der am 1. Januar 1999 in Kraft getretenen Europäischen Währungsunion erfüllte.
Die wichtigsten Handelspartner Luxemburgs sind Belgien, Deutschland und Frankreich. In diese Länder gehen rund 60 Prozent der Exporte, und fast 80 Prozent der Importe stammen von dort. Die Handelsbilanz ist positiv. Der kleine luxemburgische Markt und die Abhängigkeit der Wirtschaft von importierten Rohstoffen haben Luxemburg zu einem entschiedenen Fürsprecher der europäischen Integration gemacht.
Das luxemburgische Eisenbahnnetz umfasst etwa 275 Kilometer, das Straßennetz ist 5 227 Kilometer lang (2004). Der einzige schiffbare Wasserweg ist die kanalisierte Mosel. Östlich der Hauptstadt liegt der internationale Flughafen Findel; nationale Fluglinie ist die Luxair.
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