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Windows Live® Suchergebnisse RegenpfeiferEnzyklopädieartikel
Regenpfeifer, Familie weit verbreiteter Watvögel mit mehr als 60 Arten. Man ordnet sie zwei Gruppen zu: Regenpfeifer und Kiebitze. Regenpfeifer unterscheiden sich von Schnepfenvögeln durch ihre relativ kurzen Schnäbel, die an der Spitze vergrößert und verhärtet sind. Die Gefieder der Schnepfenvögel sind von der Farbe und Musterung her recht gedeckt, während viele Regenpfeiferarten auffällig gefärbt sind. Bei der Nahrungssuche stehen Regenpfeifer zunächst an einer Stelle und laufen dann schnell zur nächsten Beute. Sie verfolgen eine Vielzahl kleiner wirbelloser Tiere. Obwohl sie recht gesellig sind, bilden sie selten so große Schwärme wie dies für Schnepfenvögel außerhalb der Brutzeit typisch ist. Viele Arten sind ausgesprochene Ufervögel, die auch im Binnenland anzutreffen sind. Tropische Regenpfeifer sind Standvögel, die weiter im Norden oder Süden brütenden Arten sind Zugvögel. Regenpfeifer brüten auf dem Boden bzw. in kleinen Mulden. Manchmal kleiden sie Nestmulden mit Kieseln, Muscheln oder Gras aus. Die Größe der Gelege beträgt bei den nördlichen Arten gewöhnlich vier Eier, bei den tropischen Regenpfeifern sind es weniger. Die größte Gattung (Charadrius) umfasst etwa 30 Arten, von denen viele dunkle „Ringe” oder „Gürtel” quer über den oberen Teil der Brust aufweisen. Der Sandregenpfeifer brütet vornehmlich im Norden Eurasiens, er ist einer der am weitesten verbreiteten Strandvögel. Vögel dieser Art sind etwa 19 Zentimeter groß und haben orangegelbe Beine. Entlang der europäischen Küsten, insbesondere auch an der Nordsee, und in großen Teilen des westlichen Nordamerika lebt der heller gefärbte Seeregenpfeifer; Beine und Schnabel sind schwärzlich. Die bekannteste amerikanische Art, der Schreiregenpfeifer, weist zwei Brustringe auf; er besiedelt das Hochland. Weitere Arten der Gattung kommen auf allen Kontinenten vor. Regenpfeifer einer anderen Gattung (Pluvialis) gehören zu den am weitesten ziehenden Watvögeln. Im Brutkleid haben diese Arten schwarze Unterseiten und gefleckte Rücken. Während der Mauser nach der Brutzeit wird die schwarze Unterseite abgelegt. Die größte Art mit einer Länge von etwa 33 Zentimetern ist der arktische Kiebitzregenpfeifer. Sein Rücken ist schwarzweiß gesprenkelt und im Winter leicht gelb getönt. Der Wanderregenpfeifer ist etwa 26 Zentimeter groß; sein Zugweg ist einer der längsten, die man kennt. Er zieht von den arktischen Brutgebieten bis zur Südspitze Südamerikas – hin und zurück beinahe 13 000 Kilometer. Ein Teil dieser Strecke führt von Nova Scotia bis in den Nordosten Südamerikas etwa 3 860 Kilometer über offenes Wasser. Eine seiner Unterarten verbringt den Sommer in Sibirien und Alaska und zieht von dort jedes Jahr über den unwegsamen Pazifik, um immer wieder auf derselben Insel zu überwintern. Der größere Goldregenpfeifer (28 Zentimeter) brütet vor allem im nördlichen Europa und kommt in Deutschland noch in wenigen Brutpaaren vor. Er ist im Brutkleid unterseits schwarz und oberseits dunkel goldgelb gefleckt. Systematische Einordnung: Regenpfeifer bilden die Familie Charadriidae in der Ordnung Charadriiformes. Der Sandregenpfeifer heißt wissenschaftlich Charadrius hiaticula, der Seeregenpfeifer Charadrius alexandrinus, der Kiebitzregenpfeifer Pluvialis squatarola, der Wanderregenpfeifer Pluvialis dominica und der Goldregenpfeifer Pluvialis apricaria.
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