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Windows Live® Suchergebnisse Bingen am RheinEnzyklopädieartikel
Bingen am Rhein, Stadt in Rheinland-Pfalz, an der Mündung der Nahe in den Rhein. Bingen ist Hafenstadt und Eisenbahnknotenpunkt. Die Stadt ist wichtiges Zentrum von Weinanbau und -handel. Zahlreiche Weinbrennereien befinden sich hier. Wichtigste Einnahmequellen sind Apparate- und Automatenbau sowie der Fremdenverkehr. Im Rheintal unweit der Stadt liegt das Binger Loch, eine bei Niedrigwasser für die Schifffahrt gefährliche Untiefe und Stromenge. Der Mäuseturm auf einer Felsklippe im Rhein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er diente ehemals als Zollturm, heute ist er Signalturm für die Rheinschifffahrt. Der Sage nach soll der Mainzer Bischof Hatto I. als Strafe für seine Hartherzigkeit gegenüber den Armen von Mäusen bis in den Turm verfolgt und aufgefressen worden sein. Bingen war bereits in keltischer Zeit besiedelt. Die Siedlung wurde von den Römern 70 n. Chr. befestigt. Die Gallier erlitten hier eine schwere Niederlage gegen die Römer. 1254 trat Bingen dem Rheinischen Städtebund bei. 1689 wurde es von den Franzosen niedergebrannt. Von 1797 bis 1814 war die Stadt unter französischer Herrschaft. Sehenswert sind die Pfarrkirche (15. Jahrhundert) und die Nahebrücke mit einer unterirdischen Kapelle. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 24 800.
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