Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Christologie

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Christologie

Enzyklopädieartikel

Christologie, die im Neuen Testament begründete dogmatische Lehre, die sich mit der Person Jesu Christi beschäftigt und diese theologisch ausdeutet. Für die frühchristliche Kirche war die Frage von zentraler Bedeutung, auf welche Weise Gott in Jesus Christus Mensch geworden sei. Bei den so genannten „christologischen Streitigkeiten” unterschieden sich die Richtungen dadurch, dass sie, diese Problematik betreffend, unterschiedliche Auffassungen vertraten. Die Auseinandersetzungen führten über die Konzile von Nicäa (325) und Konstantinopel (381, „vollkommene Gottheit und vollkommene Menschheit Christi”) schließlich 451 auf dem Konzil von Chalkedon zu der Formel von den zwei Naturen Jesu Christi, einer göttlichen und einer menschlichen, die „unvermischt” und „ungetrennt” in der einen Person vereinigt sind. Auch die Frage nach der Trinität stand lange Zeit im Mittelpunkt christologischer Erwägungen.

In der Neuzeit veränderte sich die Fragestellung der Christologie. Im Gegensatz zur frühen Kirche geht die zeitgenössische Theologie nicht mehr von der Frage aus, wie der ewige und jenseitige Gott Mensch geworden ist („Christologie von oben”), sondern betont im historischen Menschen Jesus die Gegenwart Gottes im Irdischen: Durch Jesu Güte brach sich das Göttliche Bahn in das menschliche Leben hinein, was im individuellen Leben seine Parallele finden sollte. Dieser Ansatz wird auch als „Christologie von unten” bezeichnet. Mit christologischen Fragen beschäftigen sich u. a. Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher, Rudolf Bultmann und Karl Barth.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft