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    Indira Priyadarshini Gandhi (hindi: इंदिरा प्रियदर्शिनी गांधी Indirā Priyarśinī Gāndhī; * 19.

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Indira Gandhi

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Indira GandhiIndira Gandhi

Indira Gandhi (1917-1984), Premierministerin von Indien (1966-1977 und 1980-1984).

Indira Gandhi wurde am 19. November 1917 in Allahabad als einziges Kind von Jawaharlal Nehru, dem ersten Premierminister von Indien, geboren. Sie studierte an der Visva-Bharati-Universität in Bengalen sowie an der Universität Oxford. 1938 wurde sie Mitglied der Kongresspartei und beteiligte sich aktiv an der indischen Unabhängigkeitsbewegung. 1942 heiratete sie Firoge Gandhi, einen Parsen und Rechtsanwalt, der ebenfalls in der Partei tätig war. Kurz darauf wurden beide von den Briten wegen angeblicher Subversion inhaftiert und verbüßten eine 13monatige Haftstrafe.

Als Indien im Jahr 1947 unabhängig wurde und Nehru sein Amt als Premierminister antrat, wurde Indira Gandhi seine offizielle Begleiterin. (Ihre Mutter war bereits 1936 gestorben.) Sie war außerdem Nehrus Vertraute und Beraterin in allen politischen Angelegenheiten und begleitete ihn auf seinen Auslandsreisen. 1955 wurde sie in das Exekutivorgan der Kongresspartei und 1959 für ein Jahr zur Parteivorsitzenden gewählt. 1962, während des indisch-chinesischen Grenzkonflikts, koordinierte sie den Zivilschutz.

Nach dem Tod ihres Vaters im Mai 1964 wurde Indira Gandhi Informations- und Rundfunkministerin in der Regierung von Lal Bahadur Shastri. In dieser Funktion liberalisierte sie u. a. die Zensur und förderte ein Fernseh-Erziehungsprojekt für die Familienplanung. Als Shastri im Januar 1966 starb, übernahm Indira Gandhi das Amt der Premierministerin. Bei den Nationalwahlen von 1971 erzielte sie mit ihrer Partei einen überwältigenden Sieg.

1975 wurde Indira Gandhi eines Verstoßes gegen das Wahlgesetz während des Wahlkampfes von 1971 für schuldig befunden. Sie stritt alle Vorwürfe ab und warf den Verantwortlichen vor, die Verurteilung ausschließlich zum Zweck ihres Sturzes in die Wege geleitet zu haben. Anstatt zurückzutreten, rief sie am 26. Juni den Ausnahmezustand aus. Das Urteil gegen sie wurde bald darauf vom Obersten Gerichtshof Indiens zurückgezogen, der Ausnahmezustand blieb jedoch bestehen. Indira Gandhi unterstellte nun einige Bereiche des Alltagslebens in Indien einer scharfen Kontrolle, führte unpopuläre Maßnahmen zur Geburtenkontrolle (siehe Empfängnisverhütung) durch, u. a. Sterilisierungsprogramme, und ließ Tausende von oppositionellen Politikern verhaften. Viele vermuteten hinter diesen Maßnahmen den Einfluss ihres jüngeren Sohnes, Sanjay Gandhi, eines politischen Neulings, auf dessen Rat sie sich mehr und mehr verließ. Kritiker hatten Indira Gandhi vorgeworfen, dass sie das demokratische System Indiens unterwandere. Daher rief sie im März 1977 Neuwahlen aus, um die breite Unterstützung, die sie ihrer Meinung nach immer noch hatte, demonstrieren zu können. Sie verlor jedoch ihren Sitz im Parlament, und die Kongresspartei wurde geschlagen. In der Wahl vom Januar 1980 gelang Indira Gandhi ein bemerkenswertes Comeback, und sie konnte eine neue, von einer Mehrheit gestützte Regierung bilden. Als Sanjay im Juni des gleichen Jahres bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, baute sie ihren älteren Sohn Rajiv Gandhi als Nachfolger auf. Am 31. Oktober 1984 wurde Indira Gandhi von zwei Sikhs aus ihrer Leibwache ermordet, nachdem sie radikal gegen aufständische Sikhs vorgegangen war und den Goldenen Tempel von Amritsar, das Hauptheiligtum der Sikhs, hatte stürmen lassen. Ihr Sohn Rajiv war bis 1989 indischer Premierminister.

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