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Windows Live® Suchergebnisse Anorexia nervosaEnzyklopädieartikel
Anorexia nervosa, Erkrankung, die durch massive Angst vor Gewichtszunahme oder Fettleibigkeit gekennzeichnet ist. Diese Magersucht äußert sich in Essunlust und übermäßigem Bewegungsdrang, was zu extremem Gewichtsverlust führt. Anorexia nervosa ist nicht die Folge einer bereits bestehenden körperlichen Erkrankung. Sie tritt hauptsächlich in der Pubertät auf, besonders bei jungen Frauen. Fünf bis 18 Prozent der bekannten Fälle führen zum Tod durch Verhungern. Die Erkrankung kann auch Störungen des Menstruationszyklus sowie eine erhöhte Infektionsanfälligkeit nach sich ziehen. Einige Patienten leiden gleichzeitig an Bulimie. Bei dieser Störung nimmt der Patient phasenweise übermäßige Nahrungsmengen zu sich und führt im Anschluss daran selbst Erbrechen herbei, um schlank zu bleiben. Wiederholtes Erbrechen raubt dem Körper Flüssigkeit und Kalium; dieser Mangel kann die Herzfunktion gefährden. Bisher gibt es keine allgemein anerkannte Therapie für Anorexia nervosa. Häufig geht die Krankheit mit Depressionen und geringem Selbstwertgefühl einher, so dass der Einsatz von Antidepressiva den Zustand bessern kann. Die Wiederherstellung eines normalen Körpergewichts ist ein entscheidender Schritt in der Behandlung dieser Krankheit. Psychotherapeutische Hilfe, welche die gesamte Familie einbezieht, hat sich häufig bewährt. In rund der Hälfte aller Fälle kann eine Heilung ohne Rückfälle erzielt werden. Die zugrunde liegende Verhaltensstörung kann allerdings Störungen im chemischen Haushalt des Körpers verursachen. Da sich viele Magersüchtige nie in Behandlung begeben, ist die genaue Häufigkeit der Anorexia nervosa nicht bekannt.
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