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Nordpolarmeer

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Mitternachtssonne in Bodo (Norwegen)Mitternachtssonne in Bodo (Norwegen)
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Eis

Im Nordpolarmeer gibt es drei Arten von Eis: Landeis, Flusseis und See-Eis. Landeis gelangt in Gestalt von Eisbergen in das Meer, die entstehen, wenn Teile eines Gletschers abbrechen. Im Nordpolarmeer gibt es vorwiegend entlang der Küste Grönlands Eisberge. Gefrorenes Süßwasser, das die Flüsse ins Meer transportieren, häuft sich auf kleinen küstennahen Flächen des sibirischen und des nordamerikanischen Festlandsockels als Flusseis an. See-Eis bildet sich durch das Gefrieren von Meerwasser und ist die häufigste Form. Im Winter ist die Wasseroberfläche ständig von einer Schicht See-Eis bedeckt, ausgenommen das Gebiet nordöstlich von Island und nördlich von Skandinavien. Im Sommer nimmt die Eisschicht ab und legt entlang großer Küstenabschnitte in Sibirien, Alaska und Kanada schmale Wasserwege frei. Die Eisschicht besteht aus Packeis – Eisbrocken, die sich anhäufen und zu Eisbergen oder -hügeln gepresst werden, die über zehn Meter dick sein können.

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Natur- und Bodenschätze

Fisch in wirtschaftlich lohnenden Mengen gibt es nur in den wärmeren Randmeeren des Nordpolarmeeres, vor allem in der Nordsee (Hering, Kabeljau und Flunder) und in der Barentssee (überwiegend Kabeljau). Meeressäugetiere, darunter verschiedene Robben- und Walarten, wurden fast bis zur Ausrottung gejagt, bevor man ihre Bestände Anfang des 20. Jahrhunderts durch Fangquoten schützte. Zinn wird vor der Küste Ostsibiriens abgebaut, Erdöl und Naturgas fördert man nördlich von Alaska und Kanada und in der Nordsee.

Das Nordpolarmeer vor der russischen Nordwestküste wird zunehmend radioaktiv verseucht. Aus einer sich über drei Jahre erstreckenden Studie des Ministeriums geht hervor, dass die Strahlenwerte bei der Inselgruppe Nowaja Semlja erheblich über den Normalwerten, im Golf von Stepovoj sogar um 100 Prozent darüber liegen. In den sechziger Jahren waren im Nordpolarmeer radioaktiver Abfall und chemische Kampfstoffe versenkt worden. Die dafür verwendeten Behälter sind inzwischen undicht.

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