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Aristokratie

Enzyklopädieartikel

Aristokratie (von griechisch aristokratía: Herrschaft der Besten), Staats- und Regierungsform, in der eine kleine Anzahl von Privilegierten mit der obersten Macht ausgestattet ist. Die Aristokratie steht im Gegensatz zur Monarchie, in welcher die oberste Aurorität in einer Person konzentriert ist, und zur Demokratie, in der die Macht der Gesamtheit der Bürger oder ihren Vertretern zufällt. Auch wenn in einer Aristokratie die Regierungsmacht nur von einigen wenigen ausgeübt wird, wird theoretisch zum Wohle aller regiert. Wann immer die Interessen des Volkes der Eigensucht der Herrschenden untergeordnet werden, wird die Aristokratie „Oligarchie” genannt.

Aristokratien waren Athen vor dem Zeitalter der Perserkriege des 5. Jahrhunderts v. Chr. und Sparta während beinahe seiner ganzen Geschichte. Das gilt auch für Rom im republikanischen Zeitalter vom 6. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. Japan war während des Heian-Zeitalters (794-1185) in Wirklichkeit eine Aristokratie, in der einige hochrangige Adlige (zumeist von einer Sippe, den Fujiwara) für die Marionettenkaiser die Herrschaft ausübten. Während des Mittelalters gab es in Europa keine echte Aristokratie; denn obwohl die politische Macht in den Händen von wenigen lag, war jeder Feudalherrscher alleiniger Herr seines Herrschaftsbereichs. In England war die Regierung seit der Thronübernahme durch das Haus Hannover 1714 bis zum 19. Jahrhundert zwar der Form nach parlamentarisch, doch in Wirklichkeit war es eine Aristokratie, da sowohl der König als auch das Parlament von einigen wenigen Whig-Familien kontrolliert wurden.

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