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Jacob Burckhardt

Enzyklopädieartikel

Jacob Burckhardt (1818-1897), Schweizer Kunst- und Kulturhistoriker, der den Begriff der europäischen Renaissance zu einem wesentlichen Teil mitprägte. Jacob Burckhardt wurde am 25. Mai 1818 in Basel geboren, er studierte an den Universitäten Basel und Berlin. Mit Ausnahme von drei Jahren (1855-1858), in denen er am Polytechnischen Institut in Zürich arbeitete, lehrte er fünfzig Jahre lang (1843-1893) Kunst- und Kulturgeschichte an der Universität Basel. Er starb am 8. August 1897 in Basel.

Burckhardts erstes bedeutendes Werk war Die Zeit Constantin’s des Großen (1853), eine Studie über das Römische Reich im 4. Jahrhundert n. Chr., in der er den Zerfall der antiken Kultur und den Triumph der Christenheit analysiert. Es folgte Cicerone: Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens (1855). Burckhardts bekanntestes Werk ist Die Cultur der Renaissance in Italien (1860), das seinen internationalen Ruf als Kulturhistoriker begründete. In diesem Werk zeichnet er die Entwicklung der Kultur im Übergang vom Mittelalter bis hin zum Erwachen der modernen Geisteshaltung und Schaffenskraft der Renaissance nach, d. h. die Entwicklung von einer Gesellschaft, in der der Mensch in erster Linie als Mitglied einer Klasse oder Gemeinschaft definiert war, hin zu einer Gesellschaft, die die Bewusstwerdung des Menschen als Individuum idealisierte. Seine Cultur der Renaissance in Italien ist nach wie vor eines der wichtigsten Werke zu diesem Thema.

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