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    Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera), früher auch Europäische Honigbiene genannt, ist eine Vertreterin der Gattung der Honigbienen. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ...

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Honigbiene

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Honigbiene auf BlüteHonigbiene auf Blüte
Artikelgliederung
1

Einleitung

Honigbiene, sozial lebende, Honig erzeugende Biene, die als wirtschaftlich wertvollstes Insekt gilt; sie ist die einzige domestizierte Insektenart. Neben Honig produziert die Honigbiene auch Bienenwachs; der größte Nutzen der Honigbiene liegt allerdings in der Bestäubung von Nutzpflanzen wie Obstbäumen, Gemüse- und Futterpflanzen sowie von vielen wild wachsenden Pflanzen, die beispielsweise Bodenerosion verhindern.

2

Soziale Organisation

Die Honigbiene ist ein soziales Insekt, das nur als Mitglied einer als Staat, Kolonie oder Volk bezeichneten Gemeinschaft überleben kann.

2.1

Kasten

Die Gesellschaft der Honigbiene besteht aus drei in ihrem Körperbau unterschiedlichen Formen: der (weiblichen) Königin, den (männlichen) Drohnen und den Arbeiterinnen (sterilen Weibchen). Diesen Kasten kommen im Bienenstaat unterschiedliche Funktionen zu; jede Kaste besitzt ihre eigenen speziellen Verhaltensweisen, die jeweils auf die Bedürfnisse des Volkes abgestimmt sind.

2.1. 1

Die Königin

Die Königin ist das einzige sich fortpflanzende Weibchen der Gemeinschaft und somit Mutter sämtlicher Drohnen, Arbeiterinnen und zukünftiger Königinnen. Sie produziert täglich oftmals mehr als 1 500 Eier, deren Gewicht dem ihres eigenen Körpers gleichkommt.

In ihrem Körperbau unterscheidet sich die Königin auffallend von Drohnen und Arbeiterinnen. Ihr Körper ist lang gestreckt, sie hat einen viel größeren Hinterleib als eine Arbeiterin. Ihre Mandibeln oder Oberkiefer sind mit scharfen Zähnen versehen, während ihre Nachkommen zahnlose Kiefer aufweisen. Die Königin besitzt einen weichen, gebogenen Stachel, den sie mehrmals benutzen kann, ohne ihr eigenes Leben zu gefährden (siehe Bienengift). Die Arbeiterinnen haben im Gegensatz dazu gerade, mit Widerhaken versehene Stacheln: Wenn eine Arbeiterin sticht, bleibt das nadelspitze Organ im Fleisch des Opfers verankert. Beim Versuch, ihren Stachel wieder herauszuziehen, reißt die Biene einen Teil ihres Hinterleibs ab und stirbt kurz darauf. Der Bienenkönigin fehlen die „Arbeitswerkzeuge” der Arbeiterinnen, wie Pollenkörbchen, Wachs absondernde Drüsen und ein gut entwickelter Honigmagen. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus einem als Gelée royale bezeichneten Sekret, das in den Kropfdrüsen der Arbeiterinnen produziert wird. Die durchschnittliche Lebensdauer der Königin beträgt ein bis drei Jahre.

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