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Bob Fosse

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Bob Fosse: Cabaret (1972)Bob Fosse: Cabaret (1972)

Bob Fosse, eigentlich Robert Louis Fosse, (1927-1987), amerikanischer Choreograph, Tänzer, Bühnen- und Filmregisseur. Für sein Filmmusical Cabaret (1972; Cabaret) wurde er mit einem Oscar in der Kategorie Beste Regie ausgezeichnet.

Fosse wurde am 23. Juni 1927 als Sohn eines Vaudeville-Entertainers in Chicago (Illinois) geboren. Bereits im Kindesalter stand er auf der Bühne. Nachdem er eine Ausbildung als Schauspieler und Tänzer erhalten hatte, trat er mit seiner ersten Frau Mary-Ann Niles in Nachtclubs und Musicals auf. Anfang der fünfziger Jahre erhielt er erste Aufgaben in Filmmusicals, u. a. als Darsteller und Tänzer in The Affair of Dobie Gillis (1953), Kiss Me Kate (1953) und Stanley Donens Give a Girl a Break (1955) sowie als Choreograph bei My Sister Eileen (1955, Regie Richard Quine) und Damn Yankees (1958). Seine Laufbahn als Choreograph am Broadway begann 1954. Für seine phantasievollen Tanzsequenzen in den Musicals Pajama Game (1954, Filmversion 1955) und Damn Yankees (1955) wurde Fosse mit einem Tony Award ausgezeichnet. Weitere populäre Regiearbeiten waren How to Succeed in Business Without Really Trying (1961), Sweet Charity (1965) und Dancin’ (1978).

Der größte Erfolg seiner Karriere gelang Fosse mit Cabaret (1972; Cabaret), der temperamentvollen Verfilmung des bekannten gleichnamigen Broadway-Musicals. Es schildert die Freundschaft zwischen einem britischen Studenten und einer Varieté-Entertainerin im Berlin der dreißiger Jahre vor dem Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus und enthält glänzend choreographierte Showparts, in den Hauptrollen spielten Liza Minnelli und Michael York. Weitere Filme Fosses sind Sweet Charity (1969; Sweet Charity, mit Shirley MacLaine), eine Musical-Adaption von Federico Fellinis Le notti di Cabiria (1957; Die Nächte der Cabiria), Lenny (1974; Lenny), eine Biographie der Entertainers Lenny Bruce mit Dustin Hoffman, All that Jazz (1979; Hinter dem Rampenlicht), ein effektvolles, autobiographisch geprägtes Musical über einen lebenshungrigen Broadway-Regisseur, der TV-Film Pippin (1981; Pippin) und Star 80 (1983; Star 80), ein Drama über die unglückliche Ehe eines Mannequins mit Mariel Hemingway in der weiblichen Hauptrolle. Fosse starb am 23. September 1987 in Washington D.C.

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