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Windows Live® Suchergebnisse Marie TaglioniEnzyklopädieartikel
Marie Taglioni (1804-1884), italienisch-französische Balletttänzerin, prägte als lyrische Ballerina maßgeblich den Stil des romantischen Balletts. Marie Taglioni wurde am 23. April 1804 als Tochter einer Tänzerfamilie in Stockholm geboren und erhielt ihre Ausbildung bei ihrem Vater, dem bedeutenden Tänzer und Choreographen Filippo Taglioni, damals Ballettmeister an der königlichen Oper in Stockholm. 1822 trat sie erstmals in einem Ballett ihres Vaters am königlichen Hoftheater in Wien auf, wo sie bis 1826 engagiert war. Danach folgten Gastspiele in ganz Europa, zunächst zusammen mit ihrem Bruder Paul Taglioni (1808-1884), ebenfalls ein bekannter Tänzer und produktiver Choreograph. Mit ihrem Pariser Auftritt in der Titelrolle des von ihrem Vater choreographierten ersten bedeutenden klassischen Balletts der Romantik, La Sylphide (1832), das dazu geschaffen wurde, ihren Tanzstil besonders zu unterstreichen, erlebte sie nicht nur ihren größten persönlichen Erfolg, sondern verhalf gleichzeitig dem Spitzentanz zum Durchbruch, der von da an zu einem Wesensmerkmal des klassischen Balletts wurde. In der Folge gastierte sie erfolgreich in den Metropolen Europas, u. a. in St. Petersburg, Wien, Mailand, London und Paris. Sie benutzte als eine der Ersten den an einem engen, gesteiften Mieder befestigten halblangen Glockenrock, der zum klassischen Ballettkostüm des 19. Jahrhunderts wurde. 1847 beendete sie ihre Laufbahn als Tänzerin. Marie Taglioni starb am 22. April 1884 in Marseille.
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