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Hydrogencarbonate

Enzyklopädieartikel

Hydrogencarbonate, Sammelbezeichnung für Salze, die das Anion HCO3- tragen und von der Kohlensäure abstammen. Allgemein bekannt sind die Hydrogencarbonate der Alkali- und Erdalkalimetalle. Es existieren jedoch auch Vertreter mit anderen Metallen. Sprachgebräuchlich bezeichnet man die Hydrogencarbonate auch als Bicarbonate oder auch als saure Carbonate – Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3- ) ist beispielsweise auch unter der Bezeichnung Bullrichsalz im Handel erhältlich. Chemisch gesehen sind die Hydrogencarbonate – außer Natriumhydrogencarbonat – besser in Wasser löslich als die normalen Carbonate – Letztere tragen das Anion CO32- . Beim Erhitzen gehen die Hydrogencarbonate unter Abspaltung von Kohlendioxid in Carbonate über, wie z. B. Natriumhydrogencarbonat:

2 NaHCO3- ⇄ Na2CO3 + H2O + CO2

Diese Reaktion läuft beispielsweise auch beim Backen mit Backpulver ab – in Letzterem ist Natriumhydrogencarbonat als Hauptbestandteil enthalten. In der Technik verwendet man bestimmte Hydrogencarbonate, u. a. in Feuerlöschmitteln. Im lebenden Organismus nehmen Hydrogencarbonate eine wichtige Funktion im Säure-Base-Haushalt des Blutplasmas ein. Hier regeln sie zusammen mit anderen Puffersystemen den pH-Wert des Blutes (auf etwa pH = 7,4).

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