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Göttingen

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Göttingen, Stadt am Leine-Kanal in Niedersachsen. Göttingen ist ein bedeutendes Produktionszentrum u. a. für optische und feinmechanische Geräte, Textilien, Papier, Druckereierzeugnisse, Chemieprodukte und Lebensmittelkonserven. Die Stadt ist bekannt für ihre höheren Bildungseinrichtungen. Sie ist Sitz der Georg-August-Universität, die 1737 vom Kurfürsten von Hannover gegründet wurde (später Georg II. von England). Die Fakultäten der Universität brachten 30 Nobelpreisträger hervor, u. a. den Chemiker Otto Hahn sowie die Physiker Max Born, James Franck, Werner Heisenberg und Max von Laue. Otto von Bismarck, Heinrich Heine und Henry Wadsworth Longfellow waren Studenten der Georg-August-Universität. Die Stadt beherbergt mehrere Institute der Max-Planck-Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das gotische Rathaus (aus dem 14.-15. Jahrhundert) mit dem Gänselieselbrunnen, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Weiterhin bekannt sind die Kirchen Sankt Jacobi (1433), Sankt Albani (1467), Sankt Marien (14. Jahrhundert), Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und das städtische Museum, das eine wertvolle Sammlung religiöser Kunst beinhaltet. Moderne Bauten von Interesse sind die Christophoruskirche (1964) und die Stadthalle (1962). 953 fand Göttingen zum ersten Mal Erwähnung. Es bekam 1210 die Stadtrechte verliehen, entwickelte sich in der Folgezeit zu einem überregional wichtigen Handelszentrum und wurde Mitglied der Hanse (14.-16. Jahrhundert). Nach dem Dreißigjährigen Krieg begann Göttingen erst im 19. Jahrhundert wieder zu seiner alten Bedeutung zurückzufinden und wurde zu einem Zentrum der liberalen Bewegung in Deutschland. In jener Zeit schlossen sich sieben Professoren der Stadt zur Gruppe der Göttinger Sieben zusammen. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 122 000.

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