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Windows Live® Suchergebnisse ManteltiereEnzyklopädieartikel
Manteltiere, artenreicher Unterstamm wirbelloser Meerestiere, für die eine schützende Umhüllung, der so genannte Mantel, typisch ist. Der Mantel der Manteltiere ist mit einer Art Gallerte gefüllt und enthält bei einer Gruppe, den Seescheiden, größere Anteile einer celluloseähnlichen Substanz. Er hat in der Regel zwei Öffnungen, durch die Wasser in speziell zum Ausfiltern kleiner Nahrungspartikel ausgebildete Bereiche einströmen und von dort wieder ausströmen kann. Manteltiere kommen häufig an Felsküsten und in ähnlichen Lebensräumen vor. In der Regel sind sie Zwitter (Hermaphroditismus), können sich jedoch auch ungeschlechtlich fortpflanzen, was dann häufig zur Bildung von größeren Kolonien führt. Im Larvenstadium zeigt sich die Verwandtschaft zu den Wirbeltieren, die ausgewachsenen Tiere haben jedoch einen stark davon abweichenden Körperbau. Beispiele für Manteltiere sind die Seescheiden, die vorwiegend festsitzend am Meeresboden vorkommen. Salpen leben dagegen einzeln und freischwimmend oder als so genannte Kettensalpen in Kolonien vorwiegend in wärmeren Meeren als Bestandteile des Planktons. Eine weitere Gruppe, die so genannten Geschwänzten Manteltiere, kommen dagegen auch in kälteren Meeren vor. Sie sind nur wenige Millimeter groß und ernähren sich mit Hilfe eines kompliziert gebauten Gehäuses durch Ausfiltern kleinerer Planktonpartikel. Systematische Einordnung: Manteltiere bilden im Stamm Chordata den Unterstamm Tunicata oder Urochordata. Die Seescheiden stellen die Klasse Ascidiacea dar, die Salpen gehören zur Klasse Thaliacea. Die Geschwänzten Manteltiere bilden die dritte Klasse und heißen Appendicularia, Larvacea oder Copelata.
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