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Windows Live® Suchergebnisse GeißeltierchenEnzyklopädieartikel
Geißeltierchen oder Flagellaten, Gruppe der Einzeller, die das Unterreich der Protozoen bilden. Geißeltierchen repräsentieren etwa 6 000 Arten. Sie besitzen als Fortbewegungsorganelle einen oder mehrere fadenförmige Fortsätze (Geißeln). Viele Arten können diese Fortsätze bei zeitweiliger Trockenheit einschmelzen, ohne ihre Stoffwechselaktivität dabei einzubüßen. Geißeltierchen leben einzeln oder kolonieweise im Meer oder Süßwasser und als Parasiten oder Kommensalen (siehe Symbiose) auf oder in anderen Organismen. In Nahrungsketten sind sie als Primärproduzenten von Bedeutung. Da Flagellaten Eigenschaften pflanzlicher und tierischer Zellen aufweisen und als Kolonien eine geordnete Aktivität zeigen, liefern sie möglicherweise stammesgeschichtliche Hinweise auf die Entwicklung vielzelliger Lebensformen. Dies wurde nach einem 2001 in den Proceedings of the National Academy of Sciences erschienenen Bericht US-amerikanischer Forscher durch molekulargenetische Untersuchungen an Kragengeißeltierchen (Choanoflagellaten) bestätigt: Diese verfügen über ein zur Signalübertragung zwischen Zellen dienendes Protein (Rezeptor-Tyrosinkinase), das ansonsten nur bei Tieren nachgewiesen wurde. Geißeltierchen pflanzen sich normalerweise durch Längsteilung fort. Die systematische Untergliederung der Geißeltierchen stimmt in der Zoologie und Botanik nicht überein. Die Dinoflagellaten sind eine Klasse der Algen, nach zoologischer Systematik werden sie als Ordnung Dinoflagellata der Geißeltierchen geführt. Zahlreiche chlorophyllhaltige Dinoflagellaten betreiben Photosynthese und spielen als Primärproduzenten organischer Stoffe im Meer eine wesentliche Rolle. Einige Dinoflagellaten sind heterotroph und ernähren sich von anderen Organismen. Kieselalgen; Plankton; Protozoen
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