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Windows Live® Suchergebnisse Adolf BastianEnzyklopädieartikel
Adolf Bastian (1826-1905), Ethnologe, gilt als Gründervater der Völkerkunde in Deutschland. Adolf Bastian wurde am 26. Juni 1826 in Bremen geboren. Nach Beendigung seines Medizinstudiums in Berlin, Heidelberg und Prag reiste Bastian als Schiffsarzt 1850 nach Asien, Afrika, Australien sowie durch Nord- und Südamerika. Insgesamt verbrachte er 25 Jahre seines Lebens auf Reisen. Sein Anliegen war es, die „naturvölkischen” Kulturen der Welt umfassend zu dokumentieren, um aus diesem Material eine vergleichende Psychologie der Menschheit zu erarbeiten. Er vertrat die Auffassung, dass allen Menschen gemeinsame Elementargedanken sich zu historisch einmaligen Völkergedanken ausdifferenziert hätten. Als Sammler von ethnologischen Exponaten trug Bastian wesentlich zur Ausstattung des 1873 gegründeten Museums für Völkerkunde in Berlin bei, dessen erster Direktor er war. Außerdem gab Bastian seit 1869 die Zeitschrift für Ethnologie heraus. Er starb am 2. Februar 1905 in Port of Spain (Trinidad). Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, in denen die Argumentation stark vom zeitgenössischen Evolutionismus geprägt war. Seine Hauptwerke sind Der Mensch in der Geschichte (1860), Die Völker des östlichen Asien (1866-1871), Das Beständige in den Menschenrassen und die Spielweite ihrer Vergänglichkeit (1868) und Der Völkergedanke (1881).
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