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Windows Live® Suchergebnisse FarinelliEnzyklopädieartikel
Farinelli, eigentlich Carlo Broschi, (1705-1782), italienischer Sänger (Kastrat). Er wurde am 24. Januar 1705 in Andria (Apulien) geboren und studierte bei dem berühmten Komponisten und Gesangslehrer Nicola Porpora, in dessen Opern er schon als junger Sänger große Triumphe feierte. Sein Bühnendebüt gab er 1720 in Neapel. Farinelli zählte mit seiner perfekt ausgebildeten Stimme zu den hervorragendsten Sängern seiner Zeit und hatte viele umjubelte Auftritte in ganz Italien, aber auch in Wien, Paris und London, wo er von 1734 bis 1737 für Georg Friedrich Händels Konkurrenten sang. Nach einer Spanienreise trat er 1737 in den Dienst des spanischen Königs Philipp V., den er jeden Abend in den Schlaf singen musste. Durch seinen Gesang gelangte Farinelli am spanischen Hof auch zu politischem Einfluss, weshalb er beim Amtsantritt von Karl III. 1759 entlassen wurde. Ein Jahr später kehrte Farinelli nach Italien zurück und verbrachte die restlichen zwanzig Jahre seines Lebens in Zurückgezogenheit in Bologna, ohne je wieder öffentlich aufzutreten. Er legte eine umfangreiche Sammlung von Musikinstrumenten und Notenmanuskripten an. Farinelli starb am 16. September 1782 in Bologna. Besonderes Interesse an der Figur Farinelli entstand in jüngster Zeit wieder durch Gérard Corbiaus gelungene, opulent inszenierte Filmbiographie, die 1994 entstand, und Germinal Casados Ballett in 14 Bildern Evirato Divo – Farinelli, das im Januar 1997 in Karlsruhe uraufgeführt wurde.
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