![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse SeleukidenEnzyklopädieartikel
Seleukiden, dem makedonischen Adel entstammende hellenistische Dynastie, die vom 4. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. in Vorderasien herrschte. Das Seleukidenreich entstand nach der Aufteilung des Reiches Alexanders des Großen ab 312 v. Chr. aus der Satrapie Babylonien und erstreckte sich zur Zeit seiner größten Ausdehnung, die es bereits unter seinem ersten Herrscher Seleukos I. Nikator erreicht hatte, vom Mittelmeer im Westen bis zum Indus im Osten und vom Kaukasus im Norden bis zum Persischen Golf im Süden; aber schon unter Seleukos’ Nachfolger setzte der Zerfall des Reiches ein. Die bedeutendsten Herrscher der Seleukiden waren neben Seleukos I., dem Begründer der Dynastie, dessen Nachkommen Antiochos I. Soter, Antiochos II. Theos, Seleukos II. Kallinikos, Antiochos III., der Große, und Antiochos IV. Epiphanes; sie regierten – mit kurzen Unterbrechungen – in den Jahren 312 bis 164 v. Chr. In den Jahren 274 bis 168 v. Chr. führte das Seleukidenreich die sechs so genannten Syrischen Kriege gegen das Ptolemäerreich um Ansprüche in Syrien und Kleinasien. Diese Kriege bedeuteten für das Seleukidenreich Verlust und Rückgewinnung der Herrschaft über Teile Syriens und Kleinasiens im Wechsel – im letzten Syrischen Krieg konnte Antiochos IV. noch einmal die seleukidische Herrschaft über Syrien wiederherstellen – sie führten vor allem aber auch zu einer deutlichen Schwächung des Seleukidenreiches. Parallel zu den Kriegen gegen die Ptolemäer lösten sich einige Gebiete aus dem Seleukidenreich und entwickelten sich zu unabhängigen Staatswesen, so z. B. Bithynien (297 v. Chr.), Pergamon (262 v. Chr.), das Partherreich (um 250 v. Chr.) und Baktrien (um 239 v. Chr.). Zwar konnte Antiochos III. u. a. Baktrien und das Partherreich noch einmal unter seleukidische Oberhoheit bringen, der Zerfall des Seleukidenreiches war aber nicht mehr aufzuhalten. Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. bestand das Reich nur noch aus Syrien und Kilikien; zusätzlich geschwächt wurde es durch Machtkämpfe zwischen einzelnen Mitgliedern der Seleukiden-Dynastie. 64 v. Chr. schließlich setzte Pompeius den letzten Seleukidenherrscher, Antiochos XIII., ab und wandelte das syrische Rest-Reich in die römische Provinz Syria um.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |