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Windows Live® Suchergebnisse Ptolemäisches SystemEnzyklopädieartikel
Ptolemäisches System, im 2. Jahrhundert von dem Astronomen Ptolemäus aufgestellte Theorie vom Aufbau des Universums. Ihr zufolge ruht die Erde im Zentrum des Universums, das aus einzelnen konzentrischen Kugeln oder Sphären besteht, auf denen sich die Himmelskörper bewegen. Der Erde am nächsten ist der Mond. Weiter nach außen folgen – nahezu auf einer geraden Linie – Merkur, Venus und die Sonne. Es schließen sich Mars, Jupiter und Saturn an, gefolgt von den so genannten Fixsternen. Später ergänzten die Astronomen dieses System um eine neunte Sphäre, deren Bewegung vermutlich das Vorrücken der Tagundnachtgleichen erklärte (siehe Ekliptik). Eine weitere, die zehnte Sphäre (lateinisch primum mobile: Haupttriebkraft) sollte die Bewegung aller anderen antreiben und steuern. Die komplizierten Bewegungen der Planeten werden im ptolemäischen System dadurch erklärt, dass diese Körper sich auf kleinen Kreisen bewegen. Deren Mittelpunkte beschreiben jeweils eine Bahn, die Deferent genannt wird. Alle Sphären bewegen sich von West nach Ost. Nach dem Niedergang der klassischen griechischen Kultur versuchten arabische Astronomen, das System zu vervollständigen. Dazu führten sie weitere Epizyklen ein, um bestimmte Abweichungen der Planetenbahnen zu deuten. Aber auch damit konnten die Mängel und Widersprüchlichkeiten des ptolemäischen Systems nicht behoben werden. Im Jahr 1543 kam das kopernikanische System (heliozentrisches System) auf und ersetzte bald das ptolemäische System. Siehe Astronomie; Sonnensystem
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