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Windows Live® Suchergebnisse MöbelEnzyklopädieartikel
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Möbel, die Ausstattung von Wohnungen oder anderweitig von Menschen genutzten Räumen mit Betten, Stühlen, Tischen, Regalen, Schränken und anderen Gegenständen, die die besondere Funktion des jeweiligen Raumes festlegen, z. B. als Wohnraum, Schlafzimmer, Küche oder Arbeitsraum.
Das Aussehen von Möbeln ist von dem Zweck abhängig, den sie erfüllen sollen. Weil ihre äußere Erscheinung ebenso wichtig ist wie ihre Funktion, sind die grundlegenden Anforderungen an den Möbelbau sehr komplex. Die wechselseitige Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen hat beispielsweise die Entwicklungsgeschichte von Tisch und Stuhl entscheidend beeinflusst. Daneben ist der Möbelbau wiederum eng mit der Architektur von Gebäuden und mit innenarchitektonischen Vorgaben verknüpft. Architekten beschäftigten sich seit jeher auch mit dem Entwurf von Möbeln, ebenso wie Handwerker auch im Entwerfen von Gebäuden ihre Aufgabe sahen. Tatsächlich gab es jedoch immer Möbelformen, die nicht in erster Linie unter funktionalen, sondern repräsentativen Aspekten entstanden. Die frühesten Aufzeichnungen über solche Möbel sind die Bestandslisten des antiken Mesopotamien, die reichverzierte Innenräume und vergoldete Möbel beschreiben. Einige erhaltene ägyptische Möbelstücke beweisen eine große Kunstfertigkeit und waren ursprünglich mit Gold beschlagen. Doch wurden im Altertum meist schlichte Möbel gebaut. In Abhandlungen über Möbel werden jedoch überwiegend die exquisiteren Stücke, die für den Adel oder andere sozial Privilegierte hergestellt wurden, herangezogen, weil sie am besten erhalten sind und ihre detaillierten Entwürfe Auskunft über die historische Epoche ihrer Entstehung und den Stand ihrer Handwerkskunst geben. In der Frühzeit waren Möbel einfach gestaltet und rar. Selbst im frühen Mittelalter gehörten nicht einmal Stühle zum selbstverständlichen Inventar, sondern waren Privileg des Familienoberhaupts. Tische und Stühle, die um 1800 v. Chr. im Mittelmeerraum verwendet wurden, gleichen denen, die heute noch in Gebrauch sind. Ähnliche Möbel wie diejenigen, die auf Bildern holländischer Maler des 16. Jahrhunderts zu sehen sind, finden sich auch im 19. Jahrhundert in den USA.
Obgleich es bereits seit der Jungsteinzeit (etwa 7000 bis 2000 v. Chr.) Möbel gegeben haben soll, die sich jedoch nicht erhalten haben, muss eine chronologische Darstellung dieses Themas mit den ältesten belegten Stücken beginnen, nämlich denen aus der 4. bis 6. Dynastie des Alten Ägyptischen Reiches (um 2680 bis 2255 v. Chr.).
Aufgrund des trockenen Klimas in Ägypten und der konservierenden Begräbnistechniken der Ägypter haben sich Hocker, Tische, Stühle und Liegen aus der Zeit des Alten Reiches erhalten, und Wandmalereien geben Einblick in die Verwendung von Möbeln beim ägyptischen Adel. Form und Konstruktionsprinzipien der im alten Ägypten benützten Möbel dienten als Vorbild für unsere heutigen Möbel. Bei großen Stücken, besonders bei Sitzmöbeln und Tischen, wird noch immer die in Ägypten gebräuchliche Methode der Verzapfung angewendet, wenngleich die Zapfen inzwischen durch Holzdübel ersetzt werden. Im antiken Ägypten wurden die kostbareren Kisten und Truhen mit Hilfe von Schwalbenschwanzverbindungen hergestellt, einer der immer noch gebräuchlichsten Holzverbindungen im Schreinerhandwerk. Ein ägyptischer Hocker, der auf einer Holztafel (um 2800 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) aus dem Grab des Hesire dargestellt ist, wird von Tierbeinen getragen. Er unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Stuhl (um 1325 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) aus dem Grab des Tutanchamun eines Pharaos aus der Zeit des Neuen Reiches. Stuhl, Tisch, Liege und Baldachin (um 2600 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) aus dem Grab der Königin Hetepheres aus der 4. Dynastie bei Gise konnte man aus Resten ihres Goldmantels erschließen. Der Stuhl hatte Tierbeine, eine feste Rückenlehne und Armlehnen aus Tafelwerk. Das Bett, das am Kopfende höher war, besaß je eine Kopf- und Fußstütze. Als Schmuck waren auf einigen Möbelstücken Reliefs mit Göttersymbolen und Kultszenen angebracht. Andere Tische und Hocker waren einfach, aber exakt gearbeitet. Es ist vorstellbar, dass man sie ursprünglich mit einer geprägten Metallummantelung verziert hatte. Auf Wandmalereien erhaltene Abbildungen von Möbelstücken weisen auf eine große Bandbreite an Ornamenten hin. Stühle und Tische wurden vergoldet, Tafelungen von Truhen und andere Oberflächen mit Intarsien aus Elfenbein und anderen Materialien verschönert.
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