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Windows Live® Suchergebnisse Marcus Licinius CrassusEnzyklopädieartikel
Marcus Licinius Crassus, mit dem Beinamen Dives: „der Reiche”, (um 115 bis 53 v. Chr.), römischer Staatsmann, begründete gemeinsam mit Pompeius und Gaius Julius Caesar das 1. Triumvirat. Während des ersten Bürgerkrieges schloss sich Crassus 83 v. Chr. Lucius Cornelius Sulla, dem Führer der Optimaten, im Kampf gegen die Popularen bzw. Marianer (Anhänger des Gaius Marius) an und zeichnete sich als Befehlshaber in der entscheidenden Schlacht am Collinischen Tor im November 82 v. Chr. aus. Nach Sullas Sieg bereicherte sich Crassus bei den Proskriptionen, durch die Sulla seine politischen Gegner ausschaltete, gewissenlos, häufte ein riesiges Vermögen an, handelte aber auch zunehmend eigenmächtig, weshalb er 81 v. Chr. vorübergehend politisch in Ungnade fiel. Seinen Reichtum – er wurde schließlich der reichste Mann von Rom – setzte er gezielt dafür ein, sich als einflussreicher Patron, der die führenden Familien Roms finanziell von sich abhängig gemacht hatte, in den politischen Wirren der Endphase der Römischen Republik Macht und politische Ämter zu erwerben und zu sichern. 71 v. Chr. schlug Crassus als Prokonsul den Sklavenaufstand des Spartakus nieder. 70 v. Chr. war er zusammen mit Pompeius Konsul, geriet jedoch bald mit ihm in Konflikt, der trotz der wenig später erfolgten Aussöhnung latent bestehen blieb. 65 war er Zensor, als der er sich mit seinen Vorhaben (u. a. Tributpflichtigkeit für Ägypten) allerdings nicht gegen seinen Mitzensoren Quintus Lutatius Catulus durchsetzen konnte. Um diese Zeit begann er auch die Machenschaften des Catilina zu fördern, und als sich Catilina 64 v. Chr. gegen Cicero um das Konsulat für das Jahr 63 v. Chr. bewarb, unterstützten er und Caesar Catilinas Kandidatur. Wahrscheinlich unterstützte Crassus auch Catilinas Verschwörungspläne, wenn auch möglicherweise vor allem zu dem Zweck, um sich dann durch die Aufdeckung der Verschwörung hervorzutun. 61/60 v. Chr. agierte er im Senat gegen Pompeius, dessen Machtposition ihn, der selbst der Erste im Staat sein wollte, mit Neid erfüllte; er schloss sich dann aber, da er sich mit seinen Plänen im Senat nicht durchsetzen konnte, mit Pompeius und Caesar im 1. Triumvirat zusammen. Als Triumvir hatte er nun endlich eine – wenn auch nicht gesetzlich sanktionierte – führende Stellung im Staat inne. 57 v. Chr. brach der Konflikt zwischen Crassus und Pompeius wieder offen aus, doch Caesar gelang es im folgenden Jahr, die beiden wieder miteinander zu versöhnen. 55 v. Chr. war Crassus ein zweites Mal zusammen mit Pompeius Konsul, und für die Zeit nach Ablauf seines Konsulatsjahres erhielt er als Prokonsul für fünf Jahre die Provinz Syria sowie die Erlaubnis, Krieg gegen die Parther zu führen. Ende 55 v. Chr. reiste er nach Syrien ab, und 53 v. Chr. zog er von Syrien aus über den Euphrat gegen die Parther. In der Gegend von Carrhae erlitt er eine schwere Niederlage gegen die Parther. Daraufhin zog er sich nach Carrhae zurück, aber bevor er von dort aus seine Truppen nach Syrien zurückführen konnte, wurde er überfallen und getötet.
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