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Alexandre Dumas der Ältere

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Alexandre DumasAlexandre Dumas

Alexandre Dumas der Ältere, auch Dumas père, (1802-1870), französischer Schriftsteller. Er ist ein bedeutender Vertreter der Romantik und wurde vor allem durch die historischen Abenteuerromane Die drei Musketiere (1844) und Der Graf von Monte Cristo (1845/46) bekannt. Er war der Vater von Dumas fils.

Dumas wurde am 24. Juli 1802 in Villers-Cotterêts im Departement Aisne geboren. Seine Zeit als Angestellter des Herzogs von Orléans in Paris nutzte er zu intensiver Lektüre. Dabei interessierten ihn besonders die Abenteuerromane des 16. und 17. Jahrhunderts. Vom Werk William Shakespeares geprägt sind die von der Comédie-Française inszenierten Dramen Henri III et sa cour (1829) bzw. Christine (1830). Beide Aufführungen waren große Erfolge. Mit den in der Tradition Walter Scotts stehenden historischen Romanen Die drei Musketiere (1844) über Intrigen um Anna von Österreich und Der Graf von Monte Cristo (1845/46) schuf Dumas zwei bis heute gelesene herausragende Beispiele der Kinder- und Jugendliteratur. Beide Bücher, die durch eine lebendige Schilderung und spannende Handlung bestechen, wurden mehrfach verfilmt, Die drei Musketiere etwa 1948 von George Sidney (mit Lana Turner und Gene Kelly) bzw. 1993 von Stephen Herek (mit Charlie Sheen, Kiefer Sutherland, Tim Curry und Rebecca De Mornay). 1997 drehte William Hoy unter dem Titel Der Mann mit der eisernen Maske ein Remake des Monte-Cristo-Klassikers Die eiserne Maske von Allan Dwan (1929) mit Douglas Fairbanks; u. a. Gérard Depardieu, Leonardo DiCaprio, Jeremy Irons und John Malkovich spielten mit.

Im ersten Teil seiner Romanfolge Mémoires d’un médecin mit dem Titel Joseph Balsamo (1846-1848; Erinnerungen eines Arztes. Josef Balsamo) wählte Dumas den in die Halsbandaffäre verwickelten Abenteurer Alessandro Graf von Cagliostro zur Hauptfigur; mit der Halsbandaffäre beschäftigte sich zudem der elfbändige Zyklus Le collier de la reine (Das Halsband der Königin), der 1849 bzw. 1850 erschien. Auch widmete er sich dem Mythos um Don Juan. Durch seine Bücher kam Dumas zu einigem Wohlstand, mit dem er jedoch in den späteren Jahren seinen extravaganten Lebensstil mit zahlreichen Mätressen nicht mehr bestreiten konnte. Bis zu seinem Tod am 5. Dezember 1870 in Puys bei Dieppe war er finanziell bankrott. Insgesamt verfasste Dumas – oft gemeinsam mit anderen Autoren wie P. Lacroix (1806-1884) und A. Maquet (1813-1888) – über 300 Werke. Dazu gehören die Theaterstücke Antony (1831), La Tour de Nesle (1832), Catherine Howard (1834), Kean (1836) und L’Alchimiste (1839). Außerdem bearbeitete er zahlreiche seiner Abenteuerromane für die Bühne. Dumas’ Memoiren (1852-1854) sind auch von zeitgeschichtlichem Interesse.

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