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Windows Live® Suchergebnisse PalladiumEnzyklopädieartikel
Palladium, chemisches Symbol Pd, silberweißes, metallisches Element mit der Ordnungszahl 46, das in der achten Nebengruppe des Periodensystems zwischen Nickel und Platin steht. Palladium gehört zusammen mit den Elementen Ruthenium, Rhodium, Osmium, Iridium und Platin zu den Platinmetallen. Palladium ist ein Edel- und Übergangsmetall. Es wurde 1803 zusammen mit Rhodium von dem britischen Chemiker William Hyde Wollaston entdeckt und nach dem kurz zuvor entdeckten Asteroiden Pallas benannt. Unter den Elementen der Erdkruste steht Palladium an 76. Stelle und kommt in Form von sechs natürlichen Isotopen vor. Im elementaren Zustand trifft man das Edelmetall in Platin- und Golderzen und als Verbindung in Nickel- und Kupfererzen an. Palladium schmilzt bei 1 554 °C und siedet bei 2 930 °C; das ist unter den Platinmetallen der niedrigste Wert. Außerdem hat es mit 12,02 Gramm pro Kubikzentimeter die geringste Dichte in dieser Metallreihe. Seine Atommasse beträgt 106,4 u, seine Härte 4,8. Palladium ist duktil (schmiedbar) und korrosionsbeständig. In seinen Verbindungen tritt es mit den Oxidationsstufen 0 bis +4 auf, am häufigsten mit der Oxidationsstufe +2. Palladium löst sich leicht in Königswasser, ferner in heißer konzentrierter Salpetersäure und sehr langsam in konzentrierter Salzsäure (Chlorwasserstoff) unter Bildung von PdIICl42-. Wie die anderen Platinmetalle reagiert auch Palladium bei hohen Temperaturen mit Schwermetallen und bildet in einigen Fällen Legierungen. Außerdem kann es wie Platin große Mengen Wasserstoff absorbieren. So ist fein verteiltes Palladium bei Erwärmung auf 100 °C in der Lage, Wasserstoff bis zum 350- bzw. 380fachen seines Volumens aufzunehmen, in kolloider Lösung sogar bis zum 1 000- bis 3 000fachen. Aufgrund seiner Fähigkeit, große Mengen Wasserstoff aufzunehmen, wird Palladium u. a. als Katalysator für Hydrierungen eingesetzt, z. B. zur Veredelung von Mineralöl (siehe Erdöl). Wie einige seiner Legierungen dient es außerdem als Werkstoff in großtechnischen Anlagen der chemischen Industrie, zur Erzeugung elektronischer Bauteile und Kontakte sowie zur Produktion von Bauteilen für Uhren. Ferner nutzt man Palladiumlegierungen mit Platin, Silber und Gold zur Herstellung von Schmuck und Legierungen (ohne Silber) in der Zahnmedizin.
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