![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 7 von 10
SchwedenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Förderung von Erzen ist in Schweden ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Große Vorkommen an hochwertigem Eisenerz befinden sich in Mittel- und Nordschweden, vor allem um Kiruna, Malmberget und Gällivare, und werden über die norwegische Hafenstadt Narvik verschifft. Außerdem werden Blei-, Zink- und Silbererz, Kupfererzkonzentrate, Pyrit, Gold, Uran und Erdöl gefördert. Schweden verfügt Schätzungen zufolge über etwa 15 Prozent der weltweit bis heute gefundenen Uranvorkommen, vor allem in Västergötland.
Schweden ist heute eines der größten Industrieländer Europas und für die Produktion von qualitativ hochwertigem Stahl bekannt. Wichtige Industriezweige sind der Maschinen- und Fahrzeugbau, die elektrische und elektronische Industrie sowie die Holz- und Papierindustrie. Wichtige Erzeugnisse sind Bauholz, Papier, Zement, Möbel, Glas und Glaswaren, chemische Produkte, raffiniertes Erdöl, Textilien und Bekleidung, Flugzeuge, Schiffe und Nahrungsmittel. Zu den bedeutendsten Produktionsstandorten gehören Stockholm, Göteborg, Linköping, Malmö und Trollhättan.
Die schwedische Währungseinheit ist die Schwedische Krone (schwedisch krona); eine Krone entspricht 100 Öre. Schwedens Zentralbank ist die Sveriges Riksbank, die Schwedische Reichsbank (gegründet 1668). Sie gibt auch die Währung aus und bestimmt in Zusammenarbeit mit den Regierungsmitgliedern die Geldpolitik. Die Börse befindet sich in Stockholm.
Schweden betreibt traditionell umfassenden Außenhandel. Die wichtigsten Handelspartner sind Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Dänemark, die USA, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Italien, Belgien und Luxemburg. Die Handelsbilanz ist positiv. Zu den Hauptexportgütern gehören Holz, Zellstoff und Papier, Maschinen, Kraftfahrzeuge, Chemikalien und Schiffe. Die wichtigsten Einfuhrprodukte sind Maschinen, Erdöl, Bekleidung und Textilien, Nahrungsmittel sowie Eisen und Stahl.
Schwedens Infrastruktur ist besonders im südlichen Drittel des Landes gut ausgebaut. Das Straßennetz hat eine Länge von 424 947 Kilometern (2004). Über 70 Prozent der Straßen sind asphaltiert. Das weitgehend staatliche Eisenbahnnetz umfasst 9 867 Kilometer (2005) und ist zu etwa 75 Prozent elektrifiziert. Die rund acht Kilometer lange Øresund-Brücke wurde am 14. August 1999 fertig gestellt und am 1. Juli 2000 für den Verkehr freigegeben. Somit besteht für den Auto- und Zugverkehr eine Landverbindung zwischen Schweden und Dänemark. Der quer durch das Land verlaufende, durchgehend schiffbare Götakanal verbindet die Ost- und Westküste Schwedens. Die Wasserstraße wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt und hat eine Länge von 191 Kilometern. Sie wird vor allem für den Tourismus, aber auch für den regionalen Handelsverkehr genutzt. Die größten Seehäfen sind Stockholm und Göteborg, weitere wichtige Häfen sind Helsingborg, Luleå, Malmö und Nynäshamn. Die von Schweden, Dänemark und Norwegen betriebene Fluggesellschaft Skandinavian Airlines System (SAS) bedient internationale Strecken. Die Bemühungen, die Konkurrenzfähigkeit der SAS gegenüber britischen, französischen und deutschen Fluggesellschaften mittels einer Fusion mit der Königlichen Holländischen Fluggesellschaft KLM, der Swissair und der Österreichischen Fluggesellschaft zu verbessern, scheiterten im November 1993. Seit Frühling 1997 arbeitet die SAS im Rahmen der Star Alliance mit einigen international renommierten Fluggesellschaften wie Lufthansa, United Airlines, Air Canada und Thai Airways zusammen. Die schwedische Luftverkehrsgesellschaft Linjeflyg bietet innerschwedische Flüge an. Die größten internationalen Flughäfen sind Arlanda und Bromma bei Stockholm, Landvetter (in der Nähe von Göteborg) und Sturup (in der Nähe von Malmö).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |