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Welternährungsprogramm

Enzyklopädieartikel

Welternährungsprogramm (englisch World Food Programme, WFP), Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN), 1961 von der Generalversammlung als dreijähriges Versuchsprojekt unter wesentlicher Beteiligung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) geschaffen. 1965 entschied die Generalversammlung, das Programm zu verlängern, „solange eine multilaterale Ernährungshilfe durchführbar und wünschenswert ist”.

Das WFP leistet Nahrungsmittelhilfe vor allem für Länder mit Nahrungsmangel und geringem Bruttoinlandsprodukt und gibt Hilfestellung bei der Einführung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungsprogramme. Neben solchen längerfristigen Projekten leistet das WFP in Zusammenarbeit mit der FAO und anderen UN-Organisationen akute Hilfe nach Naturkatastrophen (wie etwa Dürre oder Überschwemmungen) und in Krisen- und Kriegsgebieten und stellt Geldmittel für Menschen in Notlagen sowie für Rettungs- und Rehabilitationsprojekte zur Verfügung; Hilfeleistungen in akuten Notlagen machen inzwischen den Großteil der Arbeit des WFP aus. Darüber hinaus ist das WFP für die Koordinierung der Nahrungsmittelhilfe, wenn sie von verschiedenen Staaten und/oder Organisationen geleistet wird, zuständig. Auf dem Welternährungsgipfel in Rom im November 1996 verpflichteten sich die 186 Teilnehmerländer, die Anzahl der unterernährten Menschen bis zum Jahr 2015 von 840 Millionen auf die Hälfte zu reduzieren; die Aussichten, dieses Ziel zu erreichen, scheinen allerdings gering.

Die Mittel für das Programm bestehen aus freiwilligen Beiträgen der Regierungen in Form von Waren oder Dienstleistungen (z. B. Verschiffung) und finanziellen Mitteln, welche ein Drittel des Gesamtbeitrags ausmachen müssen. Außerdem erhält das Programm Gelder von Spenderländern und zwischenstaatlichen Organisationen. 2004 betrug der Etat des WFP etwa 2,9 Milliarden US-Dollar.

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