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Pulitzerpreise

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Pulitzerpreise, jährlich für ein aktuelles Werk vergebene amerikanische Journalismus-, Literatur- und Musikpreise. Die gegenwärtig in 21 Kategorien vergebenen Auszeichnungen genießen hohes internationales Renommee.

Die Pulitzerpreise werden im Bereich Journalismus in 14 Kategorien vergeben (u. a. Aktuelle Berichterstattung, Investigativer Journalismus, Hintergrundberichterstattung, Kommentar, Leitartikel, Kritik, Karikatur und Aktuelle Fotoberichterstattung); hinzu kommen sieben Kategorien im Bereich Literatur, Theater und Musik (u. a. Roman, Drama, Autobiographie/Biographie, Lyrik und Sachbuch). Verliehen wird der Preis vom Institut für Journalismus an der New Yorker Columbia University; die Auswahl der Preisträger trifft eine Jury aus Journalisten, Herausgebern und Zeitungsverlegern. Die Pulitzerpreise sind vergleichsweise niedrig dotiert (die Höhe des Preisgeldes schwankt, gegenwärtig liegt sie bei circa 10 000 US-Dollar), besitzen für die Ausgezeichneten aber einen hohen immateriellen Wert: Im Bereich der Literatur gelten sie neben Booker-Preis und National Book Award als wichtigste Literaturpreise der englischsprachigen Welt; im Bereich des Journalismus haben sie sogar das Renommee der bedeutendsten Auszeichnung weltweit, vergleichbar dem Nobelpreis in den Wissenschaften oder dem Oscar beim Film. Die Preisträger werden alljährlich Mitte April bekannt gegeben; die Verleihung erfolgt etwa einen Monat später im Rahmen eines feierlichen Mittagessens in der Bibliothek der Columbia University.

Die Preise wurden 1904 von dem amerikanischen Journalisten und Zeitungsverleger Joseph Pulitzer testamentarisch gestiftet und 1917 erstmals verliehen (in vier Kategorien). Im Lauf der Jahre sind viele Preiskategorien hinzugekommen, aber auch einige wieder eingestellt, erweitert oder umbenannt worden. 1942 wurde erstmals ein herausragendes Zeitungsfoto, 1943 erstmals eine Musikkomposition prämiert. Zu den mit einem Pulitzerpreis ausgezeichneten Schriftstellern, Journalisten und Komponisten zählen u. a. Henry Adams (1919), Eugene O’Neill (1920, 1922, 1928, 1957), Edith Wharton (1921), Booth Tarkington (1922), Robert Frost (1924, 1931, 1937, 1943), Sinclair Lewis (1926), Thornton Wilder (1928, 1938, 1943), Pearl S. Buck (1932), George S. Kaufman (1932, 1937), Archibald MacLeish (1933, 1953, 1959), Margaret Mitchell (1937), John Steinbeck (1940), William Saroyan (1940), Robert E. Sherwood (1941), Upton Sinclair (1943), Aaron Copland (1945), Charles Ives (1947), Robert Lowell (1947, 1974), James A. Michener (1948), Tennessee Williams (1948, 1955), W. H. Auden (1948), Walter Piston (1948, 1961), Arthur Miller (1949), Gian Carlo Menotti (1950, 1955), Ernest Hemingway (1953), William Inge (1953), Charles A. Lindbergh (1954), William Faulkner (1955, 1963), Wallace Stevens (1955), John F. Kennedy (1957), Richard Wilbur (1957, 1989), Samuel Barber (1958, 1963), Robert Penn Warren (1958, 1979), Elliott Carter (1960, 1973), William Carlos Williams (1963), Katherine Anne Porter (1966), Arthur M. Schlesinger (1966), Bernard Malamud (1967), Edward Albee (1967, 1975, 1994), Anne Sexton (1967), William Styron (1968), George Crumb (1968), Norman Mailer (1969, 1980), Jean Stafford (1970), Mario Davidovsky (1971), Eudora Welty (1973), Saul Bellow (1976), Howard Nemerov (1978), John Cheever (1979), Sam Shepard (1979), Edward O. Wilson (1979), John Updike (1982, 1991), Roger Sessions (1982), Alice Walker (1983), Alison Lurie (1985), Rita Dove (1987), Toni Morrison (1988), Oscar J. Hijuelos (1990), Susan Faludi (1991), Annie Proulx (1994), Gunther Schuller (1994), Morton Gould (1995), Frank McCourt (1997), Wynton Marsalis (1997), Philip Roth (1998), John Coolidge Adams (2003), Cormac McCarthy (2007) und Ornette Coleman (2007).

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