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Teestrauchgewächse

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KamelieKamelie
Artikelgliederung
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Einleitung

Teestrauchgewächse, Familie strauch- oder baumförmiger, immergrüner, hartlaubiger Blütenpflanzen mit etwa 500 Arten und 16 Gattungen, die vorwiegend auf feuchten Standorten im subtropischen bis tropischen Ostasien sowie in den Südstaaten der USA vorkommen.

Zwei Teestrauchgewächse sind von besonderer Bedeutung: einerseits die Kamelie, eine weltweit in über 1 000 Sorten gezüchtete Zierpflanze mit großen, gefüllten, weißen, rosa oder roten Blüten; andererseits der Teestrauch, der von globaler wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung ist, weil aus ihm Tee gewonnen wird. Wahrscheinlich stammt der Teestrauch aus Assam oder dem westchinesischen Raum, zumindest geht man davon aus, dass er bereits 2700 v. Chr. in China kultiviert wurde. Bei den Pflanzen in den Teeplantagen heute handelt es sich um Hybride und besondere Züchtungen, von denen kaum mehr auf die ursprüngliche Teepflanze geschlossen werden kann.

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Der Teestrauch

Der Teestrauch ist eigentlich ein bis zu sechs Meter hoher Baum. In Kultur wird er aber als Strauch gehalten und durch entsprechenden Pflegeschnitt zu reicher Verzweigung gebracht, so dass die Pflanzen in den Teeplantagen als niedrige Hecken stehen, die leicht abgeerntet werden können. Die ledrigen und schwach gezähnten, lanzettlichen Blätter werden bis zu zehn Zentimeter lang; frisch ausgetriebene Blätter sind meist weißlich behaart. Die Sträucher tragen normalerweise etwa drei Zentimeter große, weiße Blüten. Man lässt es allerdings nur dann zur Blütenentwicklung kommen, wenn man die erbsengroßen, braunen Samen ernten möchte, die in rundlichen Kapseln entstehen. Aus diesen Samen gewinnt man das lokal genutzte Teesamenöl, ein gutes Speiseöl. Die klimatischen Ansprüche der Teepflanze erfordern ein mildes, frostfreies Klima mit Temperaturen zwischen 18 und 28 °C und reichlich Niederschlägen (um 2 000 Millimeter). Die Teepflanze kommt zwar auch im heißen Tiefland von Indonesien gut zurecht, die besten Teequalitäten liefern aber nebelige Höhenlagen bis zu 2 000 Meter, beispielsweise bei Darjeeling.

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Ernte und Aufbereitung

Je nach Wüchsigkeit der Pflanzen erntet man drei bis 30 Mal im Jahr. Von jedem Zweig werden die Knospe und die zwei folgenden Blätter gepflückt. Für billigere Teequalitäten wird auch weiteres Blattmaterial geerntet oder die Ernte erfolgt maschinell. Für die Herstellung des traditionellen grünen Tees wird das Blattmaterial zunächst mit Dampf oder Heißluft erhitzt, um die im Blatt enthaltenen Enzyme abzutöten. Dadurch bleibt die grüne Farbe erhalten. Erst danach werden die Blätter in Maschinen zerkleinert, zwischen kreisenden Zylindern gerollt, damit die Zellwände aufbrechen, und anschließend zum fertigen grünen Tee getrocknet.

Für die Herstellung von schwarzem Tee muss noch ein Fermentierungsschritt eingeschoben werden. So lässt man das geerntete Blattmaterial erst in Welkhäusern welken, wobei sich der Wassergehalt von 70 auf unter 40 Prozent vermindert. Dann werden die Blätter gerollt, wobei die in der Vakuole (siehe Pflanzen: Vakuole) gespeicherten Inhaltsstoffe wie Catechine und andere Phenolkörper mit den im Zytoplasma (dem wasserhaltigen Zellinneren) vorliegenden Polyphenoloxidasen (Enzymen) in Kontakt kommen. Dabei laufen über drei bis vier Stunden hinweg bei Temperaturen um 40 °C Oxidationsprozesse ab, die als Fermentation bezeichnet werden. Während dieser Prozesse verfärbt sich das Blattgut dunkelrot, es bilden sich polymere Phenolverbindungen aus der Gruppe der nicht hydrolysierbaren Tannine, und gleichzeitig entwickeln sich auch die typischen Aromen fermentierten Tees. Anschließend wird der Tee mit heißer Luft getrocknet, wobei sich die endgültige schwarze Farbe ausbildet, nach Qualitäten bzw. Blattgröße sortiert und zum Versand geruchsdicht verpackt.

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Systematische Einordnung

Teestrauchgewächse bilden die Familie Theaceae der Ordnung Theales. Der Teestrauch trägt den wissenschaftlichen Namen Camellia sinensis.

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