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    Die Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Milben hervorgerufen wird. Krätze ist durch intensiven Hautkontakt übertragbar, seltener über Kleidung und ...

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Krätze

Enzyklopädieartikel

Krätze, Hauterkrankung, die von Krätzemilben hervorgerufen wird.

Diese Parasiten graben Gänge in den obersten Hautschichten und reizen diese mit ihren Ausscheidungsprodukten. Übertragen werden die Milben meist durch enge Körperberührungen. Deshalb kommt Krätze am häufigsten an Orten vor, wo viele Menschen auf engem Raum und unter unhygienischen Bedingungen zusammenleben. Die Universitäts-Hautklinik in Freiburg wies 1999 darauf hin, dass die Zahl der Betroffenen in Deutschland seit einigen Jahren deutlich zugenommen hat.

Die verbreitetsten Krätzemilben sind die Weibchen der Art Sarcoptes scabiei: rundliche, weißliche Spinnentiere, die noch nicht einmal 0,05 Zentimeter groß sind. Sie bohren sich vor allem in Hautfalten ein, z. B. zwischen den Fingern oder im Genitalbereich; häufig breiten sie sich aber auch an anderen Stellen aus. Sie leben etwa sechs Wochen und legen in dieser Zeit in den Gängen ihre Eier ab. Ungefähr alle drei Wochen entsteht eine neue Generation. Rund einen Monat nach der Erstinfektion setzt heftiger Juckreiz ein, und wenn die betroffene Person sich dann kratzt, sind oft sekundäre Bakterieninfektionen die Folge. Mit einer Hautlotion, die das umstrittene Kontaktinsektizid Lindan enthält (dieses kann sich im Körper anreichern), lässt sich die Krätze beseitigen. Nach einer 1999 erschienenen Mitteilung der Zeitschrift Archives of Dermatology gilt das (in Deutschland allerdings nicht zugelassene) Medikament Ivermectin, das nur einmal eingenommen werden muss, als sicherer und wirksamer. Wichtig ist, dass alle betroffenen Personen in einem Haushalt gleichzeitig behandelt werden, denn sonst kommt es mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer erneuten Infektion. Siehe auch Räude.

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