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  • Rosch Haschana

    Rosch ha-Schana "Le-Schana towa tikatewu wetechatemu", möget ihr zu einem guten Jahr eingeschrieben und besiegelt werden, tönt es nach dem Abendgottesdienst durch die Synagoge.

  • Glossar hebräischer Begriffe zu Judentum und Israel

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Rosch Haschana

Enzyklopädieartikel

Rosch Haschana (hebräisch: Haupt oder Beginn des Jahres), das jüdische Neujahrsfest (Fest der Trompeten), das von orthodoxen und konservativen Juden außerhalb Israels am ersten und zweiten Tag des jüdischen Monats Tischri (September/Oktober) gefeiert wird. Reformjuden und in Israel lebende Juden begehen Rosch Haschana nur am ersten Tischri. An diesem Tag beginnen die zehn Tage der Buße, die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur am 10. Tischri enden, dem höchsten Feiertag des jüdischen Kalenders.

In der Bibel wird Rosch Haschana als Tag des Gedenkens und Tag des Gerichts (des Posaunenschalles oder der Trompeten) bezeichnet, an dem zur Buße gerufen wird. Im späteren Judentum kam zu diesen beiden Grundelementen die Ausrufung des Königreich Gottes als drittes wichtiges Element des Neujahrsfestes hinzu, was sich auch in der Liturgie widerspiegelt. Die Hauptelemente des Rosch Haschana sind in drei besonderen Gebeten enthalten, den Gebeten zu „Gottes Königtum”, zu „Blasen des Schofars” und zu „Gottes Gedenken an Israel im Guten”. Vor allem letzteres Gebet ist wichtig, da darin der Glaube an den Fortgang der Schöpfung zum Ausdruck kommt, den die jüdische Glaubensgemeinschaft an diesem Tag bestärkt. Da gute und schlechte Handlungen großen Einfluss auf die Zukunft ausüben, wird betont, dass Gott „sich erinnert”, und es wird der verdienstvollen Taten der israelitschen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob gedacht und ihre Heiligkeit als Vorbild für den Pfad zur Erlösung gepriesen.

Die wichtigste Bibelstelle in der Liturgie des Rosch Haschana ist das Festbinden Isaaks auf dem Altar (A.T., Genesis 22) Anschließend wird die Schofar geblasen, ein Blasinstrument, das aus dem Horn eines Widders gefertigt ist und das Tier symbolisiert, welches an Isaaks Stelle geopfert wurde. Frühe Völker begingen den Jahreswechsel oft mit großem Lärm und Getöse, mit dem die bösen Dämonen vertrieben werden sollten. Die Juden wandelten diesen Brauch in das Blasen des Widderhornes um, das für den Zeitpunkt steht, an dem Gott das Böse auf der Erde zerstören wird: „Und der erste Engel posaunte; und es ward ein Hagel und Feuer. In diesem Moment wird, so heißt es in den Gebeten zu Gottes Königtum, Gott der König über die ganze Welt sein, so wie er jetzt schon König über jene ist, die ihn durch den wiederkehrenden Treueschwur auf Rosch Haschana anerkennen.

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