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Windows Live® Suchergebnisse BasilikaEnzyklopädieartikel
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Basilika (griechisch basiliké: Königsbau, abgeleitet von basileús: König), ursprünglich das Amtsgebäude des Archon Basileus auf dem Markt von Athen in Form einer vermutlich dreischiffigen Halle. Von der römischen Antike wurde sie als lang gestreckte Säulenhalle mit Seitenschiffen übernommen und diente als Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen, Börse oder überdachter Markt. Daneben gab es auch kleine einschiffige Basiliken als Bestandteil privater Wohnanlagen, die meist für Repräsentationszwecke gedacht waren. Die Grundform der Basilika bestand aus einer überdeckten, meist mehrschiffigen Halle mit ausgeprägter Längsachse, deren Mittelschiff in der Regel breiter und höher war als die Seitenschiffe. Das Christentum übernahm diesen Typus später als Kirchenform, wobei das Mittelschiff noch weiter in die Höhe gezogen wurde. Hier verband sich mit dem Begriff Basilika außerdem eine privilegierte Stellung in der liturgischen Hierarchie.
Die Basilika der römischen Antike bestand aus einem überdachten, lang gezogenen Bau, in den man durch eine umlaufende oder nur an den Längsseiten befindliche Säulenhalle gelangte. Er war meist flachgedeckt, mit offenem oder mit Brettern verkleidetem Dachstuhl, kam jedoch auch mit Satteldach oder in eingewölbter Form vor. Das große Mittel- oder Hauptschiff war durch eine Säulenreihe von den beiden Seitenschiffen abgetrennt. Die die Seitenschiffe überragenden Wandabschnitte des Hauptschiffes, die so genannten Obergaden, waren mit Fenstern versehen, die Licht ins Innere ließen. Der Haupteingang befand sich meist an der Schmalseite. Ihm gegenüber, am anderen Ende des Hauptschiffes, befand sich gewöhnlich eine Apsis, ein halbrunder Abschluss, der das leicht erhöhte Bema (griechisch: Felsensitz, Richterstuhl) enthielt oder zur Aufstellung von Bildwerken diente. Dieser klassische Basilikatyp wurde vielfach abgewandelt, hinsichtlich seiner Proportionen, der Anzahl der Apsiden oder der Ausführung der Obergaden. So erhielten einige Basiliken vier Seitenschiffe, wie etwa die Basilica Ulpia auf dem Trajansforum in Rom (98-112), die außerdem an beiden Enden je eine halbrunde Apsis besaß. Andere Basiliken hatten einen fast quadratischen Grundriss. Wieder andere besaßen Spitzdächer mit hölzernen Dachbalken, einige aber auch gemauerte Gewölbe, beispielsweise die Maxentius- (oder Konstantins-)Basilika (307-313) auf dem Forum Romanum in Rom.
Die römische Basilikaform wurde seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. vom Christentum in abgewandelter Form für Versammlungs- und Sakralräume übernommen und ist seit Konstantin dem Großen als Kirchentyp im gesamten Römischen Reich anzutreffen. Der frühchristlichen Basilika war meist ein Atrium (lateinisch: Innenhof) mit Säulengang vorgelagert. Daran schloss sich häufig ein Narthex, ein querrechteckiger Vorraum für Ungetaufte und Büßer, an, die den eigentlichen Kirchenraum nicht betreten durften. Neben die typischen Charakteristika der antiken Basilika trat eine Aufteilung des Innenraumes in einen Versammlungsbezirk für die Gemeinde und einen abgegrenzten Bereich für den Priester (Presbyterium, von griechisch presbyterion: Ältestenrat, oder Sanktuarium, von lateinisch sanctus: heilig), der etwas erhöht war und sich an dem Ende des Mittelschiffes befand, das dem Eingang gegenüber liegt. In der Mitte des Sanktuariums stand ein Altar mit einem Baldachin. Dahinter befand sich der Bischofsstuhl, der der Gemeinde zugewandt war und auf den Seiten Plätze für Kirchenälteste und Geistliche bot. Entscheidend abgewandelt wurde die Basilikaform durch die Einschiebung eines Querschiffes (Transepts) zwischen Langhaus und Apsis, wodurch der Kirchengrundriss die Form eines lateinischen Kreuzes erhielt und durch die Durchdringung von Lang- und Querhaus das Vierungsquadrat entstand, das durch einen Vierungsturm akzentuiert wurde und im gebundenen Grundrissschema der romanischen Basilika die wichtigste Maßeinheit darstellte, auf die alle anderen Maße Bezug nahmen. Der Basilikagrundtyp wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder variiert und besonders durch Turm- und Kapellenanbauten abgewandelt. Er blieb das ganze Mittelalter hindurch die bevorzugte Bauform im westlichen Europa; in Italien sogar bis zum Beginn der Renaissance. Demgegenüber ging man in Osteuropa sowie auch in Griechenland schon bald zum Prinzip des Zentral- bzw. Kreuzkuppelbaus über.
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