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Jules Dumont d’Urville

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Jules Sébastien César Dumont d’Urville (1790-1842)Jules Sébastien César Dumont d’Urville (1790-1842)

Jules Dumont d’Urville (1790-1842), französischer Marineoffizier sowie Erforscher des Südpazifikraumes und der Antarktis.

Jules Sébastien César Dumont d’Urville wurde am 23. Mai 1790 in Condé-sur-Noireau geboren. Mit 17 Jahren ging er zur See. 1820 identifizierte er auf einer Expedition in die griechische Inselwelt eine kurz zuvor ausgegrabene griechische Statue (Venus von Milo) als antikes Meisterwerk. 1822 bis 1825 kartographierte er (an Bord der Coquille) während einer Weltumsegelung die Falkland-Inseln und Neuseeland. Drei Jahre darauf erhielt er das Kommando über das Schiff Astrolabe mit dem Auftrag, nach dem verschollenen französischen Forschungsreisenden Jean François La Pérouse zu suchen.

Zwischen 1826 und 1829 segelte d’Urville die Südküste Australiens entlang, kartographierte Teile Neuseelands und besuchte Neuguinea, Neukaledonien sowie weitere Inseln im Westpazifik. Auf der Vanikoro-Insel (Santa-Cruz-Inselgruppe) der Neuen Hebriden (heute Vanuatu) fand er Hinweise auf die Ermordung von La Pérouse und seiner Besatzung durch Einheimische. Nach seiner Rückkehr wurde d’Urville zum Kapitän befördert. Mit der Astrolabe und der Zélée brach er 1837 zu einer Expedition in die Südpolarregion auf. 1838 erreichte er Palmerland (auf der heutigen Antarktischen Halbinsel), darauf die Joinville-Insel (vor der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel). Anschließend unternahm er Forschungsreisen entlang der Küsten von Neuguinea und Borneo. 1840 segelte er von Hobart (Tasmanien) in die Antarktis und eine Küste entlang, die er Adélieküste nannte. Die D’Urville-See vor der Adélieküste, Kap d’Urville (Neuguinea) und ebenso die D’Urville-Insel (vor der Küste Neuseelands) wurden nach dem Forschungsreisenden benannt. D’Urville wurde nach seiner Rückkehr zum Konteradmiral befördert. Er schrieb verschiedene Reiseberichte. Während eines Eisenbahnunglücks bei Meudon (Frankreich) kam er am 8. Mai 1842 ums Leben.

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