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Bombe

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FliegerbombeFliegerbombe
Artikelgliederung
1

Einleitung

Bombe, mit Explosivstoffen, Chemikalien oder anderen Stoffen gefüllter Hohlkörper, der in einem bestimmten Zielgebiet detonieren soll, um durch eine Druckwelle, Hitze, Splitter oder andere Wirkung Schaden anzurichten. Bomben werden von speziell ausgerüsteten Flugzeugen auf feindliche Truppen, Panzer, Befestigungsanlagen, Industrieanlagen oder Städte abgeworfen. Bomben, die auf U-Boote abgeworfen werden, nennt man Wasserbomben. Bomben können aus großer Höhe oder von Flugzeugen, die ihr Ziel in geringer Höhe anfliegen, abgeworfen werden, oder sie können direkt am Zielobjekt angebracht werden. Vor Beginn des Luftkrieges bezeichnete man Artilleriegeschosse als Bomben (siehe Projektil). Unter Bomben versteht man auch kleine, verhältnismäßig einfache Sprengkörper, die von Hand gelegt oder geworfen werden. (Siehe internationaler Terrorismus)

Man unterscheidet zwei Arten von Bomben: konventionelle Bomben und Atombomben. Bereits 1911 wurden konventionelle Bomben aus Flugzeugen abgeworfen. Während des Italienisch-Türkischen Krieges griffen italienische Flieger arabische Streitkräfte in Libyen an. Atomwaffen wurden erstmals im 2. Weltkrieg von den Vereinigten Staaten gegen die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki eingesetzt.

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Konventionelle Bomben

Zu den konventionellen Bomben zählen Spreng-, Brand-, chemische und biologische Bomben. Sie bestehen aus zylindrischen Metallkörpern, die mit Explosivstoffen oder Chemikalien gefüllt sind. Ihr Gewicht reicht von etwa zwei Kilogramm bis etwa 1 360 Kilogramm, abhängig vom Typ und von der Art des Einsatzes. Der Kopf der Bombe ist spitz oder abgerundet, Steuerschwänze am hinteren Teil stabilisieren den Flug. Die Sprengung der Bomben erfolgt mit verschiedenartigen Zündern, die erst scharf werden, d. h. bereit zum Zünden, wenn die Bomben vom Flugzeug abgeworfen wurden. Gemeinhin explodieren Bomben beim Aufprall auf das Ziel, sie können aber auch so konstruiert sein, dass sie in der Luft über dem Ziel explodieren. Es gibt auch Modelle bei denen die Detonation erst später, nach Ablauf einer festgelegten Zeit nach dem Aufprall, erfolgt.

Zu den Sprengbomben gehören Universalbomben für den Einsatz gegen Truppen und Geschützstellungen, Splitterbomben, die explodieren und Metallsplitter streuen, und Spezialbomben oder Bomben mit Zeitverzögerung, die gegen Panzer, Schiffe und Gebäude eingesetzt werden. Mit Brand- oder Feuerbomben, die im 2. Weltkrieg häufig verwendet wurden, setzte man Gebäude in Brand. Napalmbomben werden gegen Soldaten eingesetzt, die sich im Boden eingegraben oder in schwer zugänglichen Gebieten verschanzt haben. Sie verursachen schwere Verbrennungen und verbrauchen den Sauerstoff in einem geschlossenen Raum. Zwei andere Typen konventioneller Bomben werden zu den chemischen und den biologischen Waffen gerechnet. Ihre Wirkung wird in erster Linie durch die Verbreitung ihres meist flüssigen Inhalts erreicht, weniger durch die direkten Auswirkungen von Sprengstoff. Mit Bomben kann auch Giftgas oder Nervengas verbreitet werden, um feindliche Truppen außer Gefecht zu setzen. Mit nicht tödlich wirkenden Gasen, die z. B. geistige Verwirrung verursachen, kann ebenfalls die Kampfkraft des Gegners verringert werden, denn dadurch wird die Stationierung von weiterem Personal notwendig. Auch biologische Waffen dienen dazu, den Gegner kampfunfähig zu machen oder zu töten. Ihre Auswirkungen sind aber vielfältiger und können von längerer Dauer sein.

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Lenkbomben

Anfang der siebziger Jahre wurde für den Einsatz im Vietnamkrieg ein neuer Typ konventioneller Bomben entwickelt, die so genannte Lenkbombe. Dieser Bombentyp verfügt über Steuer- oder in einigen Fällen auch Tragflächen und wird durch Fern- oder Eigenlenksysteme ins Ziel geführt. Beim Laserzielsuchsystem wird die Lenkbombe mit Hilfe von Laserstrahlen gesteuert, die vom Flugzeug ausgesendet und vom Ziel reflektiert werden. Dieses System verwendet man bei Zielen wie Panzern und Gefechtsstellungen. Beim Infrarotlenkverfahren wird die Lenkbombe über die vom Ziel abgegebene Wärmestrahlung in dieses Ziel geleitet. Das Infrarotlenkverfahren benutzt man z. B. bei Zielen wie Kraftwerken. Beim Fernsehlenkverfahren übermittelt die Bombe ein Bild vom Ziel, das von einer Fernsehkamera an Bord des Militärflugzeuges aufgenommen wird. Fernsteuerungen können dann die Bombe so lenken, dass sie z. B. eine Brücke oder ein anderes Ziel genau trifft. Lasergesteuerte Bomben können auch nachts eingesetzt werden, mit Fernsehkameras gesteuerte Bomben sind jedoch auf den Einsatz bei Tageslicht beschränkt.

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