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Windows Live® Suchergebnisse KastrationEnzyklopädieartikel
Kastration, Entfernung der Gonaden (Keimdrüsen, also Hoden bzw. Eierstöcke; siehe Fortpflanzungsapparat) bei Mensch oder Tier. Kastration wird aus medizinischen Gründen zur Bekämpfung mancher Formen von Krebs vorgenommen, diese Methode wird jedoch nur noch selten angewandt. In einigen Ländern wurde Kastration in der Geschichte als Mittel der Eugenik eingesetzt. In China und dem Mittleren Osten kastrierte man in früheren Jahrhunderten ausgewählte Knaben, damit sie als Haremswächter (Eunuchen) oder Kämmerer dienen konnten. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurden Knaben mit besonders schöner Singstimme, die im Kirchenchor singen sollten, vor dem Stimmbruch kastriert. Da die römisch-katholische Kirche keine Sängerinnen duldete, wurden stattdessen die hohen Stimmen der Kastraten eingesetzt. Viele der frühen Opern der so genannten Opera seria wurden für erwachsene Kastraten geschrieben. Dies wurde im 19. Jahrhundert jedoch aufgegeben. In der Tierhaltung dient die Kastration einerseits zur selektiven Zucht, wobei sowohl weibliche als auch männliche Tiere kastriert werden können. Andererseits werden männliche Tiere kastriert, um sie zahmer zu machen oder einen schnelleren Fettansatz zu bewirken. Für kastrierte Tiere sind folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Wallach (kastrierter Hengst), Hammel (kastrierter Schafbock), Ochse (kastrierter Stier), Kapaun (kastrierter Hahn). Hunde und Katzen werden zum Zweck der Sterilisation kastriert.
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