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KanadaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
87 Prozent der Bevölkerung sind Christen (47 Prozent Katholiken, 40 Prozent Protestanten). Besonders stark ist die katholische Glaubensgemeinschaft mit einem Anteil von 88 Prozent in der Provinz Quebec. Größte protestantische Glaubensgruppen sind Anglikaner und Anhänger der Vereinigten Kanadischen Kirche. Außerdem leben in Kanada Muslime, Hindus und Anhänger weiterer kleiner Glaubensgemeinschaften. 8 Prozent der Bewohner sind konfessionslos.
Der Neujahrstag (1. Januar) ist der erste Feiertag im Jahr. Im Frühling feiern die Christen Ostern (Karfreitag bis Ostermontag). Am Viktoriatag, der am dritten Montag im Mai begangen wird, wird des Geburtstags von Königin Viktoria und des Britischen Commonwealth gedacht. Am Kanadatag (1. Juli) gedenkt man feierlich des British North American Acts von 1867, der die verschiedenen Teile Kanadas vereinte. Am ersten Montag im September begehen die Kanadier den Tag der Arbeit. Am zweiten Montag im Oktober findet das Erntedankfest statt. Der 11. November ist der Gedenktag für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges. Im letzten Monat des Jahres begeht man den ersten und den zweiten Weihnachtsfeiertag (25. und 26. Dezember). Zu diesen nationalen kommen noch einige Feiertage hinzu, die nur auf Provinzebene begangen werden.
Das kanadische Bildungssystem liegt im Zuständigkeitsbereich der Provinzen und orientiert sich an britischem und amerikanischem, in der Provinz Quebec vorwiegend an französischem Vorbild. Die Schulen in den direkt der kanadischen Regierung unterstellten Territorien werden von dieser ebenso verwaltet, wie die Bildungseinrichtungen für Indianer und Eskimo. Unterrichtssprachen sind Englisch und Französisch. Aufgrund der dünnen Besiedlung und der englisch-französischen Gegensätze bildete sich keine einheitliche Nationalkultur. Die Einwanderer aller Volksgruppen und Nationalitäten konnten ihr kulturelles Erbe bewahren. Vermischung unterschiedlicher Strömungen führte vor allem in Großstädten zum Phänomen der multikulturellen Gesellschaft. Das Land bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Museen und historische Stätten.
Es besteht eine allgemeine Schulpflicht von 11 Jahren (2002–2003); der Unterricht ist kostenlos. In Kanada gibt es 69 Universitäten mit knapp 600 000 Studenten, die für den Hochschulbesuch geringe Gebühren entrichten müssen. Größte Universität ist die Université de Quebec mit etwa 72 000 Studenten. Weitere Bildungszentren sind Toronto, Vancouver und Montreal.
Vor allem in den größeren Städten gibt es zahlreiche Museen. Zu den international bekanntesten gehören das Canadian Museum of Civilization (in Quebec), das Canadian Museum of Nature und das National Museum of Science and Technology (beide in Ottawa). Größte Bibliothek des Landes ist die National Library in Ottawa mit einer Sammlung von 14,5 Millionen Büchern und Zeitschriften. Die bedeutendsten Theater und Konzertsäle befinden sich in Ottawa, Quebec, Montreal und Toronto. Das National Arts Center in Ottawa und die Canadian Opera in Toronto zählen zu den renommiertesten Bühnen des Landes. Bekannt ist Kanada auch für seine Freiluftveranstaltungen wie das Stratford Shakespeare Festival in Ontario. Das kulturelle Erbe der Einwanderer wird beim Ukrainian Festival in Dauphin und bei den Highland Games in Nova Scotia dargestellt.
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