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KanadaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Fernsehen und Rundfunk werden von der öffentlich-rechtlichen Canadian Broadcasting Corporation (CBC) und mehreren privaten Stationen betrieben. Die 103 Tageszeitungen erreichen eine Gesamtauflage von etwa 5 Millionen (1996). Auflagenstärkste Zeitung ist der Toronto Star mit 530 000 Exemplaren. Neben englischen und französischen Zeitungen werden auch Zeitschriften in den Sprachen von etwa 20 weiteren Volksgruppen verlegt.
Nach der Verfassung von 1982 ist Kanada eine föderalistisch strukturierte, parlamentarische Monarchie innerhalb des Commonwealth of Nations. Die Verfassung betont die Eigenständigkeit des Landes und beseitigt jegliche Eingriffsmöglichkeit Großbritanniens in kanadische Angelegenheiten. Ein wichtiges Element des Gesetzeswerkes ist der Schutz der Rechte der Ureinwohner. Die zehn Provinzen haben eigene Regierungen und Parlamente und verfügen über weitgehende Selbstbestimmung. Die drei Bundesterritorien sind direkt der Zentralregierung unterstellt.
An der Spitze der kanadischen Regierung steht der Premierminister, der vom Generalgouverneur ernannt wird. Premierminister und Kabinett sind dem Parlament verantwortlich.
Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Zweikammerparlament, das sich aus dem Senat (mit maximal 112 vom Generalgouverneur ernannten Vertretern der Provinzen) und dem Unterhaus (House of Commons mit 308 – davon 75 aus der Provinz Quebec – vom Volk nach dem Mehrheitswahlrecht gewählten Mitgliedern) zusammensetzt. Bei der Gesetzgebung wirken beide Kammern zusammen.
Die Rechtsprechung orientiert sich am britischen, in der Provinz Quebec am französischen Vorbild. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) in Ottawa, der sich aus dem Vorsitzenden und acht weiteren Richtern zusammensetzt. Die Provinzen besitzen eigene Gerichte.
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