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KanadaEnzyklopädieartikel
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Die wichtigsten Produktionszweige sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Erdölverarbeitung, Elektrotechnik, Textil- und Papierindustrie, Herstellung von chemischen Erzeugnissen sowie die Verarbeitung von Holz und Nahrungsmitteln. Die bedeutendsten Industriestandorte liegen in den Provinzen Ontario, Quebec und British Columbia.
Offizielle Währung des Landes ist der Kanadische Dollar (kan $) zu 100 Cents (c). Aufgrund der vergleichsweise geringen Bevölkerung ist Kanada die einzige der führenden Industrienationen, die sich nicht auf einen intensiven Inlandsmarkt stützen kann. Somit kommt dem Export eine bedeutende Rolle zu. Das Land zählt zu den führenden Welthandelsnationen. Etwa drei Viertel des Außenhandels sind auf die USA ausgerichtet; weitere wichtige Handelspartner sind Japan und die Staaten der Europäischen Union (vor allem Großbritannien und Deutschland). Ausgeführt werden vor allem Fahrzeuge, Maschinen, Papier, Erdöl, Erze, Holz und Getreide. Hauptimportgüter sind Maschinen, Stahlprodukte, optische und chemische Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Genussmittel.
Das Verkehrsnetz ist nur in den südlichen Landesteilen dicht. Nur wenige Straßen und Bahnlinien führen in den Norden des Landes. Insbesondere für den Gütertransport besitzt die Eisenbahn noch eine bedeutende Rolle. Eisenbahnen trugen in hohem Maß zur Erschließung Westkanadas bei. Das gesamte Schienennetz umfasst 57 671 Kilometer, das Straßennetz 1 408 900 Kilometer. Der fast 8 000 Kilometer lange Trans-Canada Highway ist die längste nationale Straße der Erde; er quert Kanada in westöstlicher Richtung von der Vancouver-Insel bis Neufundland. Wichtigster Binnenschifffahrtsweg ist der Sankt-Lorenz-Seeweg, der über eine Strecke von 3 800 Kilometern die Großen Seen mit dem Atlantischen Ozean verbindet. Die wichtigsten internationalen Flughäfen befinden sich in Toronto, Vancouver, Calgary, Montreal und Edmonton. Weite Gebiete in Nordkanada sind nur mit dem Flugzeug erreichbar.
Der Fremdenverkehr ist ein wichtiger Zweig der kanadischen Wirtschaft. 90 Prozent der Besucher kommen aus den USA. Ein hoher Anteil entfällt auf Geschäftsreisende, was die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern widerspiegelt. Urlauber werden vor allem von der vielgestaltigen Landschaft angezogen. Bevorzugte Ziele sind die Nationalparks im Westen des Landes, die Niagarafälle im Südosten sowie die Städte Montreal, Quebec und Vancouver. 1999 kamen fast 20 Millionen Besucher aus dem Ausland nach Kanada.
Die Geschichte Kanadas, eines klassischen Einwanderungslandes, wurde nachhaltig durch die Konflikte unterschiedlicher ethnischer Gruppen geprägt.
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