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Windows Live® Suchergebnisse Sir Joseph BanksEnzyklopädieartikel
Sir Joseph Banks (1743-1820), britischer Naturforscher und Botaniker. Banks wurde am 13. Februar 1743 als Sohn einer wohlhabenden Familie mit großem landwirtschaftlichen Anwesen in London geboren. Er studierte an der Universität Oxford Botanik und schloss sein Studium 1763 ab. 1766 unternahm er eine erste Forschungsreise nach Labrador und Neufundland, auf der er unbekannte Pflanzen und Insekten sammelte. Nach seiner Rückkehr wurde er in die Royal Society aufgenommen. Dort erfuhr er von der geplanten Reise James Cooks in den Südpazifik, bei der Astronomen den Durchgang der Venus vor der Sonnenscheibe beobachten wollten. Von 1768 bis 1771 nahm Banks an dieser ersten Weltumseglung von James Cook teil und sammelte unzählige Pflanzen und Tiere. In Australien erkannte er, dass fast alle dortigen Säugetiere Beuteltiere sind und dass diese urtümlicher als die große Mehrzahl anderer Säugetiere sind. 1772 erforschte Banks die Hebriden, die Shetland-Inseln und Island. Im selben Jahr wurde er zum Leiter der Kew Gardens in London ernannt, dem heute weltweit berühmtesten botanischen Garten. Durch die Einführung großer Mengen lebender Pflanzen aus fernen Ländern, überwiegend aus den englischen Kolonien, begründete Banks die damals weltweit artenreichsten Pflanzensammlungen dieses Gartens. 1778 wurde Banks Präsident der Royal Society und förderte in dieser Funktion weitere Entdeckungsfahrten. Außerdem war er seit 1802 Mitglied beim Institut de France. Dieses Amt sowie die Leitung der Kew Gardens hatte er bis an sein Lebensende inne. Sein sehr umfangreiches Herbarium und seine immense Bibliothek sind heute im British Museum in London untergebracht. Nach Banks wurden Inseln, Berge und Pflanzen benannt (Banks-Insel, Banks-Kiefer, Gattung Banksia der Proteengewächse). Banks starb am 19. Juni 1820 im heute zu London gehörenden Isleworth.
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