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Windows Live® Suchergebnisse RubinEnzyklopädieartikel
Rubin (lateinisch rubeus: rot), häufig durchsichtige, rote Edelsteinart des Minerals Korund, hauptsächlich Aluminiumoxid (Al2O3) mit geringen Chromoxidbeimischungen (Cr2O3). Die Farbe variiert bei den verschiedenen Exemplaren von Rosarot über so genanntes Rubinrot und Karminrot bis hin zu einem tiefen Purpurrot (Taubenblutrot) bei den wertvollsten Steinen. Einige geschliffene Exemplare zeigen Asterismus, d. h., im Inneren des Steines ist ein sechsstrahliger Stern zu erkennen. Diese so genannten Sternrubine sind sehr geschätzt. Manche Edelsteine werden Rubine genannt, obwohl sie aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung gar keine Rubine sind. Der böhmische Rubin ist z. B. Rosenquarz (Siliciumdioxid mit Titandioxidbeimischungen), und der sibirische Rubin ist roter oder rosa Turmalin (Alumosilicate mit Boratbeimischungen). Die schönsten Rubine findet man in Mogok (Zentralbirma), wo sie seit dem 15. Jahrhundert abgebaut werden. Bedeutende Rubinlagerstätten gibt es u. a. auch in Thailand, Pakistan, Sri Lanka, Kambodscha und Tansania. Große, klare Rubine aus Birma und Thailand sind wertvoller als Diamanten von vergleichbarer Größe. Rubine sind einerseits hoch geschätzte Edelsteine, sie werden auch in der Industrie als Edelsteinlager in Uhren und wissenschaftlichen Geräten eingesetzt. Synthetische Rubine wurden erstmalig 1837 hergestellt, indem Alaun und Chromoxidpigment bei hoher Temperatur geschmolzen wurden. Seitdem haben Verbesserungen bei der Herstellung synthetischer Rubine dazu beigetragen, Steine zu produzieren, die den natürlichen in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften sehr ähnlich sind. Auch synthetische Rubine finden als Schmucksteine Verwendung, aber circa 75 Prozent der jährlichen Produktion werden für die Herstellung von Uhren und Geräten benötigt.
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